„Hanau ist auf der Zielgeraden!“

Hanau

Im Juni 2014 erhielt die Stadt Hanau als erste deutsche Pilotkommune von UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk das Siegel „Kinderfreundliche Kommune 2014 - 2018“.

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Mit der Siegelvergabe auf der Grundlage eines Aktionsplanes wurden zum einen die langjährigen Aktivitäten der Stadt für das Wohlergehen von Hanauer Kindern und Jugendlichen gewürdigt. Zum anderen versteht sich die Siegelvergabe als Ansporn für die Stadt, in ihren Aktivitäten nicht nachzulassen, sowie bis 2018 Kindern und Jugendlichen verstärkt demokratische Partizipation innerhalb der Organisationen der Stadtverwaltung wie beispielsweise bei Fragen der Stadtplanung einzuräumen und in Schulen sowohl das Bewusstsein für die verbrieften Kinderrechte als Menschenrechte zu fördern, als auch deren Umsetzung zu unterstützen. Die Stabsstelle Prävention, Sicherheit und Sauberkeit ist bei der Stadt Hanau federführend für die Umsetzung der Vorgaben verantwortlich.

Zweimal im Jahr treffen sich alle 13 Kinderfreundlichen Kommunen zum Informationsaustausch. Die Brüder-Grimm-Stadt Hanau war in diesem Jahr Gastgeber des Treffens. Im Rathaus begrüßten Dr. Heide-Rose Brückner, Geschäftsführerin Kinderfreundliche Kommunen e.V., und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel die 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland und den Neuzugang Garmisch-Patenkirchen zum zweitägigen Workshop. Weiss-Thiel zog eine kurze Bilanz der letzten drei Jahre: „Wir haben den Aktionsplan gut umgesetzt, auch Kinderwünsche berücksichtigt, die nicht zu den Anforderungen zählen, insbesondere, was Kulturangebote für Kinder betrifft“, sagte er, und wies auf das Kinderkultourprogramm und das geplante Brüder-Grimm-Mitmachmuseum hin.

Der Schwerpunkt des Aktionsplans liege jedoch auf Beteiligungsstrukturen und Partizipation für Kinder und Jugendliche. „Wir haben in Hanau diesbezüglich viel erreicht“, sagte Weiss-Thiel und nannte beispielsweise die Installation eines neuen Kinder-und Jugendbüros im Rathaus sowie Schulungen für Grundschullehrkräfte zum Thema Kinderrechte und den Kinderrechtefachtag. Auch haben sich die Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder in der Stadt deutlich verbessert. „Kein Spielplatz wird mehr ohne Partizipation von Kindern und auch Jugendlichen umgestaltet und das Kinder- und Jugendbüro wird regelmäßig von Kitas besucht, die Veränderungsvorschläge für die Stadt haben.“ Vieles sei jedoch auch noch in der Mache, so der Bürgermeister: „Ein neuer Kinder- und Jugendstadtplan ist in Arbeit und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung sollen zum Thema Kinderrechte geschult werden. Auch das Thema Leitlinien Partizipation beschäftigt uns und wird derzeit angegangen.“ Noch rund ein Jahr habe die Stadt Zeit, um die Anforderungen des Aktionsplans komplett umzusetzen. „Wir sind auf der Zielgeraden und zuversichtlich, dass wir die Vorgaben erfüllen“, so der Bürgermeister. Danach bestehe die Möglichkeit, einen neuen Aktionsplan zu erstellen, um das Siegel für drei weitere Jahre zu verlängern, um es anschließend für immer zu tragen.

Foto: Treffen der Kinderfreundlichen Kommunen im Hanauer Rathaus für einen zweitägigen Workshop.

Foto: Stadt Hanau


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