„Sein soziales Gewissen hat ihn in Klein-Auheim bekannt gemacht. Er stand den Menschen nahe, daher haben ihn die meisten auch ‚Eddy‘ gerufen.“
„Sein soziales Gewissen hat ihn in Klein-Auheim bekannt gemacht. Er stand den Menschen nahe, daher haben ihn die meisten auch ‚Eddy‘ gerufen.“
Mit diesem Kernsatz würdigt Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Verdienste von Edmund Böhn, der jetzt im Alter von 89 Jahren gestorben ist. Kaminsky hatte Böhn 2005 das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Zugleich wurde er seinerzeit zum Hanauer Stadtältesten ernannt.
„Mehr als fünf Jahrzehnte lang hat sich Böhn für seine Mitmenschen eingesetzt“, schreibt Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck in ihrem Nachruf gemeinsam mit OB Kaminsky. Böhn war von 1974 bis 2003 Mitglied des Ortsbeirats Klein-Auheim, lange Jahre davon als Fraktionsvorsitzender der SPD. Vor der Eingemeindung war Böhn von 1972 an zwei Jahre ehrenamtlicher Beigeordneter in Klein-Auheim. Zum Parteivorstand des SPD-Ortsvereins Klein-Auheim zählte er mehrere Jahrzehnte. Der Verstorbene gründete die Arbeitswohlfahrt in der Ortsgruppe Klein-Auheim mit. Er gehörte einige Jahre dem Aufsichtsrat der Kranken- und Sterbekasse „Mathilde“ Hainstadt an, einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) und wurde 1991 zu dessen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Darüber hinaus war der Verstorbene mehr als 50 Jahre lang Vorsitzender des Gesangvereins Harmonie Klein-Auheim.
1977 erhielt Böhn den Ehrenbrief des Landes Hessen. Seit 2006 trug er die Ehrenbezeichnung „Stadtältester“; damit wird ehrenamtliches kommunalpolitisches Wirken über mindestens 20 Jahre hinweg gewürdigt. „Hanau und Klein-Auheim verlieren in Edmund Böhn ein Vorbild an selbstlosem Einsatz für die Gemeinschaft“, schließt der Oberbürgermeister den Nachruf.
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