Oberbürgermeister Claus Kaminsky nimmt für sich in Anspruch, sich seine Meinung zur künftigen Gestaltung eines dann autofreien Platzes an der Wallonisch-Niederländischen Kirche „wohl überlegt und wohl abgewogen“ gebildet zu haben.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky nimmt für sich in Anspruch, sich seine Meinung zur künftigen Gestaltung eines dann autofreien Platzes an der Wallonisch-Niederländischen Kirche „wohl überlegt und wohl abgewogen“ gebildet zu haben.
Als Grundlage dafür habe er viele Gespräche mit unterschiedlichen Interessengruppen geführt: mit Mitgliedern der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde, mit Anwohnenden, Marktbeschickern, Einzelhändlern, Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen in Hanau. Insofern gehe er „nicht meinungslos, aber ergebnisoffen“ in das Bürgerbeteiligungswochenende. Das findet am Freitag, 6. Oktober, von 10 bis 19 Uhr und am Samstag, 7. Oktober, von 9 bis 18 Uhr in der Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung (Französische Allee 12) statt.
Kaminsky reagiert mit seinen Aussagen auf die jüngste Kritik der Grünen. Deren Stadtverordnetenfraktion, Parteivorstand und Innenstadt-Ortsbeiratsmitglieder hatten dem Oberbürgermeister vorgeworfen sich vorzeitig darauf festzulegen, dass um den Kirchplatz herum 57 Autostellplätze entstünden. Der OB meint, die Grünen hätten sich schon vor Monaten mit ihrer Meinung gegen jeglichen Parkplatz festgelegt. Er hingegen habe seinen „Abwägungsprozess durch Gespräche mit Betroffenen bewusst lange ausgedehnt“, ehe er sich vor einigen Tagen erstmals öffentlich geäußert habe.
Dabei gelte es, „verschiedene Interessenlagen in einem Kompromissvorschlag zu verbinden“ und „Gemeinwohl vor Einzelinteressen gelten zu lassen“. Er sei zuversichtlich, dass sein Vorschlag mit Parkplätzen um den neugestalteten autofreien Kirchplatz herum, die sich auch wieder umwidmen ließen, auf eine breite Mehrheit bei Bevölkerung und Stadtverordneten stoße. Das „übergeordnete Thema“ ist für Kaminsky die „hervorragende Entwicklung der südlichen Innenstadt, von der wir vor wenigen Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätten“. Diese Entwicklung komme mit dem autofreien, Aufenthaltsqualität schaffenden Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche „ein gutes Stück voran“. Baubeginn soll hier im Frühjahr 2019 sein. Flankiert werde das von der Umgestaltung von Karl-Röttelberg-Straße, Alt-, Hahnen- und Lindenstraße sowie der Französischen Allee in den Jahren 2018 bis 2020.
Für 2019 habe die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt den Neubau-Start von 150 Wohneinheiten an Stelle abzureißender Häuser mit 98 Wohnungen zwischen Hahnenstraße, Gärtnerstraße und Steinheimer Straße angekündigt. Auch die Baugesellschaft erwäge ihren Wohnblock auf der Platz-Südseite zwischen Calvinstraße und Karl-Röttelberg-Straße zu modernisieren. Damit leiste die städtische Gesellschaft einen „weiteren stolzen Beitrag zum Aufschwung der südlichen Innenstadt“. Die Initialzündung dafür habe sie schon im vorigen Jahrzehnt mit dem Bau von 15 Wohnhäusern in der Gärtnerstraße gegeben. In den vergangenen Jahren habe die Baugesellschaft zudem ihre Liegenschaften auf der anderen Seite der Gärtnerstraße saniert und modernisiert, ebenso in der Calvinstraße. 2016 schließlich sei das Mehrfamilienhaus auf der Ostseite der Französischen Allee bezugsfertig gewesen.
Dort gebe es ebenso eine Tiefgarage wie unter dem Westcarré, einem Wohnblock mit 150 Eigentumswohnungen der BPD Immobilienentwicklung GmbH. Diese Auto-Stellplätze trügen ebenso zur Entlastung im Straßenraum bei wie der neue Parkplatz samt Carsharing-Angebot, den die Baugesellschaft in der Calvinstraße errichtet habe, und die Parkplätze am Wallweg. Darüber hinaus entsteht eine neue Tiefgarage unter den Neubauten der Nassauischen Heimstätte.
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