Den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau verleiht Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Freitag, 17. November, um 20 Uhr im Kulturforum Hanau am Freiheitsplatz an die Autorin Barbara Zoeke.

Barbara Zoeke erzählt von Max Koenig, der 1940 aus seinem bisherigen Leben gerissen wird: Er hat die Huntington-Krankheit und kommt in die Wittenauer Heilstätten. Dort trifft er auf die kluge Schwester Rosemarie, Carl Hohein, der eine Litanei auf die Farbe »Schwarz« komponiert, Elfie, die »Traumdeutsch« spricht, und Oscar, einen Jungen mit Trisomie 21. Dr. Friedel Lerbe, Arzt, SS-Mann und fanatischer Verfechter der Rassenhygiene, führt als Leiter einer Tötungsanstalt das NS-»Euthanasie«-Programm mit bürokratischer Präzision aus – ein ganzer Stab von »Pflegern«, Sekretärinnen, Technikern und Leichenbrennern steht diesem »Spezialisten« zur Seite.
Die Autorin schildert die Maschinerie des "Euthanasie"-Programms multiperspektivisch, empathisch und erschütternd klar. Barbara Zoeke ist habilitierte Psychologin, forschte in den USA und war über mehrere Jahre im Vorstand der »International Society of Comparative Psychology«. Sie lehrte und forschte an den Universitäten von Münster, Frankfurt, Würzburg und München. Neben wissenschaftlichen Arbeiten zur Wahrnehmung und zum Gedächtnis. Sie lebt seit 2008 in Berlin.
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