Trotz Schneetreiben für die Menschenrechte

Hanau

Am 10.12.2017, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, haben sich Vertreterinnen der Frauen für Frieden e.V., des Nujin kurdischer Frauenrat und der LINKEN am Marktplatz in Hanau um einen Infostand versammelt.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
Morgenpost

Sie forderten die Freilassung der Journalisten und Abgeordneten die aus politischen Gründen auf der ganzen Welt in Haft sitzen, ganz aktuell vor allem zur Zeit in der Türkei. „Faschistische und politisch rechtsgerichtet Bewegungen auf der ganzen Welt sind heute die größte Gefahr für die Menschenrechte. Auf allen Kontinenten erstarken solche Kräfte als Reaktion auf die Vertiefung gesellschaftlicher Widersprüche und Krisen. Dies müssen wir verhindern. Die Probleme durch Umweltzerstörung, Kriege und Flucht, die wachsende Schere zwischen Arm und Reich und zunehmende Gewalt gegen Frauen müssen durch eine demokratische, soziale und die Menschenrechte achtende Politik gelöst werden“, heißt es in einer Erklärung der Aktivistinnen.

Emine Pektas, eine der Teilnehmerinnen und Kreistagsabgeordnete der LINKEN, kritisierte in diesem Zusammenhang auch das Verhalten des deutschen Staates: „Deutschland ist nicht die Türkei. Aber die Kriminalisierung und die damit verbundene Einschränkung von Menschenrechten wie zum Beispiel beim Vorgehen gegen Anti-Nazi-Proteste in Sachsen ist auch zu kritisieren. Wir wenden und deshalb auch gegen wachsende Repression im eigenen Land“.


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