„Am Ende-würde-voll“ leben

Hanau

Am Ende -würde-voll“, so lautete das Motto einer Andacht im Wohnstift in Hanau.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
Harth & Schneider

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Diese Andacht war Teil einer Aktion der Evangelischen Stadtkirchengemeinde in Hanau. In der Passionszeit werden Menschen an wunden Punkten, den Passionspunkten, zum Nachdenken eingeladen. Und ein solcher wunder Punkt war das Wohnstift in Hanau, eine Einrichtung der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises, die hilfe- und pflegebedürftige Menschen versorgt. Bereits vor dem Eingang der Einrichtung an der Lortzingstraße wurde durch ein großes Holzkreuz und brennende Kerzen auf die Andacht im Foyer und damit auf die Aktion aufmerksam gemacht. Pfarrerin Dorothe Best-Trusheim von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Hanau, Dr. Maria Haas-Weber, Vorsitzende des Fördervereins Palliative Patientenhilfe Hanau und ehrenamtliche Palliativmedizinern mit hohem Engagement in der Palliativ Oase des Wohnstifts, sowie die Pfarrerin Beatrice Weimann-Schmeller, zugleich auch Seelsorgerin in der Senioreneinrichtung, gestalteten die Andacht im Passionspunkt mit teils nachdenklichen Worten. Pfarrerin Best-Trusheim wies daraufhin, „dass wir uns wünschen, am Ende des Lebens würdevoll zu leben und würdevoll zu sterben. Mit Blick auf das Wohnstift und die angegliederte Palliativ Oase, die der Versorgung schwer- und schwertkranken Menschen dient, betonte sie, dass es gut ist, dass es Orte gibt, an denen dies bereits möglich ist. Best-Trusheim: „Es ist gut, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen, dass dies für immer mehr Menschen möglich ist. „Am Ende -würde-voll“ zu leben sei ein wunder Punkt in unserer Gesellschaft, zu dessen Linderung bereits viel unternommen und an dessen Heilung aber unbedingt weiter gearbeitet werden muss.“ Um darauf hinzuweisen, gehe es bei der Andacht im Passionspunkt Wohnstift.

Dr. Maria Haas-Weber ging speziell auf die Palliativ Oase ein, in dem sie hervorhob, dass es ein Ort sei, in dem schwerstkranke Menschen ihre letzte Lebenszeit verbringen und Fürsorge erhalten. Der Begriff palliativ leitet sich von lateinisch Pallium „Mantel“ ab und bedeutet wörtlich „ummantelnd“. Um die Menschen werde ein Mantel der Fürsorge und Betreuung gelegt.

Die Seelsorgerin Beatrice Schmeller-Weimann wies daraufhin, dass es viele Menschen gebe, die sich nicht mehr um sich selbst kümmern können. Die Pfarrerin: „Wir müssen ihnen helfen, weil wir ihre Schwestern und Brüdern sind.“ Damit Menschen bis zuletzt würdevoll leben können, benötigen sie gute Medizin, gute Pflege und gute Fürsorge. Wir sind das Team, das die diese Menschen würdevoll leben lässt.“ Die Andacht wurde musikalisch umrahmt durch Andrea Jeruschewski von den Wild Woodies.

Foto (von links): Andrea Jeruschewski, Pfarrerin Dorothea Best-Trusheim, Seelsorgerin Beatrice Weimann-Schmeller, Dr. Maria Haas-Weber und Einrichtungsleiter Stephan Hemberger.


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