Zum Zustand der Spielflächen and der Dunlop und der allgemeinen Situation im Freigericht-Viertel äußert sich Marion Oberesch, die seit Jahrzehnten im Stadtteil lebt und die FDP im Ortsbeirat Innenstadt vertritt.
Zum Zustand der Spielflächen and der Dunlop und der allgemeinen Situation im Freigericht-Viertel äußert sich Marion Oberesch, die seit Jahrzehnten im Stadtteil lebt und die FDP im Ortsbeirat Innenstadt vertritt.
Der Hanauer Anzeiger hatte am 12. Oktober in einer Reportage über das Thema berichtet. Oberesch plant auch die Gründung eines Fördervereines für den Stadtteil Südost. Die riesige grüne Lunge zwischen Limes-/Leipziger-/ u. Aschaffenburger Straße mit den Spiel- u. Bolzflächen auf weitläufigem, parkähnlichem Gelände könnte ein Eldorado für Kinder und Familien aus ganz Hanau sein, davon ist Oberesch überzeugt. Entwürfe zur Errichtung einer großzügigen Freizeitanlage auf diesem Gelände sind vor wenigen Jahren einmal von einer technischen Hochschule erstellt worden, und waren zur Ansicht im Stadtteilzentrum Südost ausgehängt. Realisiert worden sind diese jedoch bisher leider nicht. Auch weitere Spielplätze in Südost, laden Kinder nicht unbedingt zum fröhlichen Spielen ein. Um auf die unzufriedenstellende Spielplatz-Situation an der Dunlop aufmerksam zu machen, haben Eltern mit ihren Kindern und Erzieher-n-innen kürzlich eine lobenswerte Initiative ergriffen, wobei sie auf die Unterstützung des FDP-Ortsbeiratsmitgliedes zählen dürfen.
Die Struktur des Stadtteiles Südost verändert sich derzeit stark. Die ehemals von den amerikanischen Streitkräften genutzte „Sportfield Housing Fläche mit ihren stabil wirkenden Gebäuden längs der Bahnlinie, angrenzend an das Dunlop Gelände, bietet ein enormes Entwicklungspotiental für den Stadtteil Südost. Der Ortsbeirat Großauheim-Wolfgang hatte jedoch Anspruch auf derzeit zu Hanau Südost gehörende Flächen auf beiden Seiten der B8 erhoben, und im Tausch dafür angeboten BulauWaldstücke an Südost abzugeben. Auf eine Initiative des FDP-Ortsbeiratsmitgliedes hin hatte der Ortsbeirat Innenstadt diesen Antrag in einem zweiten Schritt abgelehnt. Im Anschluss daran haben alle Parteien dem Vorschlag der SPD zugestimmt, die auf Seite von Bahn und Dunlop liegende Konversionsfläche „Sportfield Housing“ künftig Südost ganz zuzuschlagen. Dafür soll das jedoch das ganze „Pioneer Gelände“ auf der gegenüberliegenden Seite der B 8, welches von der Stadt Hanau für Wohn-/u. Gewerbe-Bebauung vorgeschlagen wird, komplett an Großauheim-Wolfgang gehen. Letztendlich haben die Hanauer Stadtverordneten darüber demnächst zu entscheiden!
Über eine vermutlich leicht zu schaffende Infrastruktur, könnten die „Sportfield Housing“ Gebäude, die sich augenscheinlich in einem relativ guten Zustand zu befinden scheinen, an den Stadtteil Südost angebunden werden, und wären fußläufig ganz leicht auch über die beschriebene grüne Lunge erreichbar. Wenn dort eine Umgestaltung und Nutzungsänderung für bezahlbare Wohnraum-Angebote -ggflls. mit Hilfe der ausgelobten Mittelstandsförderung- geschaffen werden könnte, wäre das für Südost eine große Chance, hebt Oberesch hervor. Eine sinnvolle Mischung der Einwohnerstruktur könnte z.B. über den Quotenschlüssel der Mietervereinbarung aus dem Frankfurter Vertrag, angestrebt werden. Dies könne sich positiv auf dem gesamten Stadtteil und seine Einwohn-er-innen, auf die Einrichtungen für Kinder, die Schulen und auf beide Kirchengemeinden sowie dort angesiedelte Moscheen auswirken. Die große grüne Lunge mit ihren Spiel- und Erholungsflächen könnte dabei ein unterstützendes Bindeglied für Kommunikation und Freizeit werden.
Die Liberale bedauert, dass eine Nutzung der „Sportfield Housing“ als Wohngebiet bisher nicht in die Rahmenplanung der Stadt Hanau aufgenommen worden ist. Sie setzt sich derzeit stark dafür ein, die FDP-Fraktion in der Stadtverordneten-Versammlung, von den Plänen zu überzeugen. Derzeit liegt das Augenmerk bei der Entwicklung der Konversionsflächen für die „Pioneer Kaserne“, auf der gegenüberliegenden Seite der B 8, für die Eigentümerin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und FDP-Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold z. Zt. nach Investoren suchen. Vor nun fast zwei Jahren haben die Hanauer Stadtverordneten den Antrag auf Aufnahme in die Fördermittel-Reihe des Projektes Soziale Stadt für das Freigericht-Viertel gestellt, dessen Annahme vom Land Hessen bisher weder angenommen noch abgeschlagen wurde. Oberesch versucht die Antragsannahme durch persönliche Gespräche mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe (SPD), Dr. Peter Tauber (CDU) und über Vermittlung der FDP-Sprecherin für Stadtentwicklung im Bundestag, Frau Petra Müller, zu beschleunigen.
Gleichzeitig bricht Oberesch eine Lanze für das Freigericht-Viertel. „So heruntergekommen“, wie das ein Leserbrief beschrieben hat, sehe ich das Freigericht-Viertel nicht, es hat sich in letzter Zeit auch Positives getan“. Die Immobiliengesellschaft „Deutsche Wohnen“ hat vorbildliche Sanierungsarbeit bei den Bauhausstil -Wohnblöcken mit seinen großen und schönen Innenhöfen geleistet. Es ist festzustellen, das dort junge Familien, Singles und Studenten als Mieter einziehen, die die hervorragende Anbindung an die Autobahnen und die fußläufige Erreichbarkeit von Hauptbahnhof und Innenstadt schätzen. Auch auf der gegenüberliegenden Seite der Freigerichtstraße sind die Häuser der Baugesellschaft Hanau schon vor ein paar Jahren ansprechend renoviert worden.
Doch das Freigericht-Viertel kämpft täglich gegen sein ihm nachgesagtes sehr schlechtes Image an, obwohl hier unterschiedliche Kulturen doch einigermaßen friedlich zusammen leben und auch das Motto der Stadt Hanau „Vielfalt leben“ täglich praktizieren. Auch sind hier Weltfirmen wie Heraeus, Vac, Dunlop etc mit ihren Hauptfirmensitzen angesiedelt, denen genauso wie den Bürg-er-innen an einer Optimierung des Viertels und des gesamten Stadtteiles gelegen sein müsste.
Eine Aufwertung des Viertels ist dringend erforderlich, um hierüber -auch nicht zuletzt bei allen Hanau-er-innen- eine größere Akzeptanz für den Stadtteil und seine dort lebenden Menschen erreichen zu können, fordert Oberesch. Das Zusammenleben von vielen verschiedenen Kulturen sei eine Herausforderung, an deren Bewältigung sich Stadt, Land, Bund und auch die Kirchen und Moscheen zusammen mit den Bürger-n-innen beteiligen müssen, denn echte Integration“ kann ausschließlich über gut gemischte Einwohnerstrukturen und durch offene und verständnisvolle Nachbarschaft gelingen, wie es auch die renommierte Bertelsmann Stiftung in ihren Studien über Integration empfiehlt. An dieser Stelle weist Oberesch auf die zielgerichtete und hervorragende Beschluss-Lage“der jungen liberalen hessen mit dem Titel: “Vielfalt leben“, im internet unter: www.junge-liberale.de/inhalte/beschlusslage hin oder auch auf die neue Broschüre: „Wie gelingt Integration?“, die kürzlich von Herrn Integrationsminister Hahn (FDP) vorgestellt wurde. Diese berichtet von diesbezüglichen Erfahrungen aus dem MKK und einigen Städten; dabei wird auch über positive Bespiele aus Hanau berichtet.
Oberesch plant zur Unterstützung des Freigericht-Viertels und des gesamten Stadtteiles Südost die Gründung eines Fördervereines. Dazu bittet sie um Unterstützung von interessierten Bürger-n-innen sowie von Einrichtungen und Unternehmen. Jeder ist dabei willkommen und herzlich zur Mitarbeit eingeladen, wirbt die Hanauerin um Mithilfe. Nähere Informationen zu den Plänen erteilt Marion Oberesch unter Tel. Nr. 06181 / 3 16 35.
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