In lockerer Atmosphäre, bei fröhlicher Stimmung und mit vielen prominenten Gesichtern wurden am Wochenende die Brüder Grimm Festspiele im vollbesetzten Amphitheater von Schloss Philippsruhe in Hanau eröffnet. Erstmals im Beisein von Marie Luise Marjan, die neben ihrer Rolle als Mutter Beimer in der Lindenstraße in diesem Jahr auch die Aufgabe als erste „Märchenbotschafterin der Stadt Hanau“ übernommen hat.



Genauso sah das auch der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein. Der hatte neben lobenden Worten für die Brüder Grimm Festspiele als einem der kulturellen Aushängeschilder des Landes Hessen auch noch einen Zuschussbescheid mitgebracht. Nachdem im letzten Jahr bereits Ministerpräsident Volker Bouffier mit einem Zuschuss von 50.000 Euro die bisherigen Landesmittel fast verdoppelt hatte, gab es in diesem Jahr noch einen Aufschlag. Rhein überreichte einen Bewilligungsbescheid, der nochmal um 5.000 Euro höher lag. Ein Aufschlag, der höher sei als die Inflationsrate stellte Hanaus Oberbürgermeister zufrieden fest. Im vollbesetzten Amphitheater gab Kaminsky schmunzelnd auch noch eine beruhigende Erklärung ab. Wie es sich in Deutschland gehört, war der Bescheid auch mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen. Innerhalb von vier Wochen könne die Stadt Hanau gegen die Entscheidung Einspruch erheben. „Herr Minister, ich erkläre hiermit im Namen der Stadt“, so Kaminsky schmunzelnd vor dem lachenden Publikum im voll besetzten Amphitheater, „wir verzichten auf eine Klage gegen das Land und nehmen das Geld!“
Lob gab es vom Minister und vom Oberbürgermeister auch für den Intendanten der Festspiele, Frank-Lorenz Engel, der die künstlerische Qualität in den vergangenen Jahren massiv gesteigert habe. Engel sei „ein Glücksfall für Hanau“, so der Oberbürgermeister. Dass Engel bei der Auswahl der Schauspieler, der Regisseure und Autoren eine glückliche Hand hat, zeigte sich dann auch beim Premierenstück „Dornröschen“, das als Musical inszeniert worden war. Viel Zwischenapplaus und langanhaltende stehende Ovationen gab es zum Abschluss der Aufführung und begeisterte Bewertungen auch von den prominenten Gästen.
„Sagenhaft“ meinte etwa Marie-Luise Marjan, „vor allem hat mich der Elan und die Spielfreude, mit der das überwiegend junge Ensemble gespielt hat beeindruckt“. „Ich bin total begeistert“ meinte auch ihr Lindenstraßen-Kollege Jo Bolling (Taxifahrer Andy Zenker), der mit der ganzen Familie nach Hanau gekommen war. Strahlende Gesichter sah man auch bei anderen Gästen, die vom Fach sind, wie etwa den Schauspielerinnen Anke Sevenich und Sibylle Nicolai oder TV-Börsenguru Frank Lehmann. Aber auch Prominente aus dem nichtkünstlerischen Bereich hielt es beim Schlussaplauss nicht auf den Sitzen: zum Beispiel die Fußball-Stars Bernd Hölzenbein und Lothar Sippel oder den Ringer-Weltmeister Alexander Leipold. Ein Gast genoss die unterhaltsame Vorführung besonders: Trainerlegende Dragoslav Stepanovic, fast schon Stammgast bei den Festspielen, kam nach einer Knieoperation sogar auf Krücken ins Amphitheater und genoss getreu seinem Motto „Lebbe geht weider“ den Ausflug in die Hanauer Märchenwelt.
Foto: Herzlich willkommen in Hanau: Der Froschkönig und das Einhorn, Maskottchen der Brüder Grimm Festspiele, begrüßen den hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein.
Foto: Ließen sich von Marie-Luise Marjan Märchen erzählen: Fußballweltmeister Bernd Hölzenbein und Trainer-Legende Dragoslav Stepanovic.
Foto: Eröffneten die 34. Brüder Grimm Festspiele (von links): Hessens Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein, Intendant Frank Lorenz Engel, Märchenbotschafterin Marie-Luise Marjan und Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky.
Fotos: metropress
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