Die jungen, aktiven Leute der Jusos Hanau setzten am Samstag den 06.10.2018 erneut ein Zeichen gegen die Partei „Alternative für Deutschland“ in Hanau.
Die Jusos engagieren sich aktiv im Landtagswahlkampf in Hessen. Bei Wahlkampfständen, bei Aktionen und Veranstaltungen, wie der Kneipentour, unterstützen sie ihre Landtagskandidatin Jutta Straub in Hanau. Zusätzlich machen sie immer wieder, auf die Gefahr, die von der AfD ausgehe, aufmerksam. Zu Begegnungen am Infostand der AfD stellt die Sprecherin der Jusos Hanau, Annika Niemeyer, fest: „An den Wahlkampfständen der AfD sammeln sich Menschen, die offen rassistische und faschistische Gedanken äußern und sich klar gegen unseren Staat positionieren. Ich bin fassungslos, dass es in unserem Land und in Hanau wieder zu so etwas kommen kann.“
Diesen Samstag überraschten die Jusos Hanau mit einer stillen Protestaktion. Drei Mitglieder der Jusos Hanau stellten sich vor dem AfD-Stand auf und hielten Flugblätter mit einem Zitat von Erich Kästner, das auch bereits der frühere Bundespräsident Gauck im Bundestag mahnend nutzte, hoch: „Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen, später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten; die Lawine hält keiner mehr auf [...]“.
Dieses Zitat habe für die Jusos nichts an Aktualität verloren. Auch die AfD schüre Ängste, hetze gegen Andersdenkende und Fremde und wolle die Demokratie zum Umsturz bringen. Die Jusos Hanau werden immer wieder darauf aufmerksam machen und wollen die Zivilgesellschaft auffordern, sich mit allen demokratischen Mitteln gegen die Hetze der AfD zu stellen. „Die Verfolgung und die Ermordung von Menschen aufgrund ihrer Religion oder ihrer Herkunft darf sich niemals wiederholen!“, äußerte sich Annika Niemeyer vehement zu ihrer Protestaktion.
Die vielen positiven und bestärkenden Rückmeldungen zu dieser Aktion freuten die Jusos sehr. Schockierend an diesem Tag traf die Jusos und Umstehende jedoch die Äußerung eines AfD-Sympathisanten. Dieser habe sich in eine Diskussion zwischen Jusos und AfD-Mitgliedern mit den Worten „Hitler würde ich wählen. Ein Führer wäre gut.“ eingemischt und auch nach Rückfragen auf dieser Aussage beharrt. "Von den AfD-Mitgliedern mitunter Klaus Dippel und Walter Wissenbach wurde keine Anstrengung unternommen, diesen Herren durch Wegschicken zurecht zu weisen. Vor wenigen Tagen war von dem AfD-Spitzenkandiaten Walter Wissenbach ein Interview zu lesen, in dem er sich um einen sehr moderaten und friedliebenden Eindruck zur AfD bemühte. Aus Sicht der Jusos ist dies mehr als unglaubwürdig", teilen die Jusos mit.
Annika Niemeyer, Sprecherin der Jusos Hanau: „Solange Walter Wissenbach solche Menschen, die offen rassistische und staatsfeindliche Gedanken äußern, an seinen Stand einlädt und der Verherrlichung von Adolf Hitler nicht entgegentritt, werden wir nicht aufhören, gegen ihn, seine Partei und ihre menschenverachtende Politik zu protestieren.“.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


















