Für die zwölf Diesterweg-Stipendiaten und ihrer Familien und Betreuer stand jüngst ein Akademietag zum Thema "Kunst" auf dem Programm.



Die Schülerinnen und Schüler, die aus Einwandererfamilien stammen, absolvierten zuerst einen "Steinzeittag" in der Kathinka Platzhoff Stiftung. Hier wurde gemalt, gebastelt und mit steinzeitlichem Werkzeug gearbeitet. So entstanden Schmuck und der Höhlenmalerei nachempfundene Bilder, Musikinstrumente und vieles mehr. Nach dem Event konnten die Diesterweg-Kids mit ihren Familien viele Kunstwerke mit nachhause nehmen.
Am nächsten Tag ging es mit zwei Umweltpädagoginnen des Umweltzentrums in die Schiffslache um einerseits Insekten zu finden und zu zeichnen, andererseits um Kunst in und mit der Natur - Landart genannt - zu erleben. Bei herrlichem Sonnenschein lernten die Teilnehmenden viel über die dortige Pflanzen- und Tierwelt. Mit großen Fangvorrichtungen streiften die Kinder die Gräser ab. Anschließend zeichneten sie die Tiere, die in den Netzen hängen blieben. Die lebenden Modelle aus der Natur wurden anschließend natürlich wieder freigelassen. Auch bedruckten die Kinder Apfeltaschen mit bunten Farben und legten Naturmandalas. Im Rahmen des Nachbereitungstags stellte eine Pädagogin gemeinsam mit den Kindern Farbe aus Erde her, mit der dann gemalt wurde, während die Eltern an einer Step-Schulung zum Thema "Die Hausaufgaben-Aufgabe" mit Dr. Esther Hansch teilnahmen.
"Es waren aufregende, informative und kreative Tage für die Kinder, Geschwistern und ihre Eltern ", berichtet Cindy Gresselmeyer, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums vom Verein Sprungbrett, Familien- und Jugendhilfe Hanau e.V. Ziel solcher Ausflüge sei es, dass die Familien, die alle aus dem Ausland zugewandert sind, die Einrichtungen vor Ort kennen lernen, ihr Wissen erweitern und natürlich die Sprachkompetenz verbessern", erläutert Gresselmeyer. Spaß an der Sache spiele dabei eine große Rolle.
Das Diesterweg-Stipendium ist Teil der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive. Ziel ist es Hanauer Kindern, die aufgrund ihrer familiären und sprachlichen Situation ihre Talente und Begabungen nicht vollständig ausschöpfen können, wegweisende Unterstützung zu bieten und Bildungs-Förderung zu eröffnen. Das Stipendium fördert nicht nur die Kinder, sondern bindet auch ihre Eltern und Geschwister in besonderer Weise mit ein.
Bürgermeister Weiss-Thiel betont, dass über die Brüder-Grimm-Bildungsoffensive möglichst viele Kinder erreicht werden. "Deswegen können im Rahmen der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive auch die Klassenkameraden der Kinder an einem breitgefächerten Bildungsprogramm zu naturwissenschaftlichen und kulturellen Themen teilnehmen und verschiedene Lernorte wie Museen, Wildpark und Umweltzentrum besuchen. Zusätzlich erhalten weitere Kinder und Eltern Einzel- und Gruppenförderung, so dass insgesamt rund 800 Kinder von der Bildungsoffensive profitieren können."
Foto: Für die zwölf Diesterweg-Stipendiaten und ihrer Familien und Betreuer stand jüngst ein Akademietag zum Thema "Kunst“ auf dem Programm.
Fotos: Stadt Hanau
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