Tanzen als Symbol gegen Gewalt

Hanau
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Was haben Frankfurt, Lorsch, Würzburg, Fulda und Hanau gemeinsam?

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All diese Städte sind mit bunten Markern auf der Landkarte zum "One Billion Rising"-Aktionstag zu finden, weil sie sich mit eigenen Veranstaltungen an dem weltweiten Protest gegen Gewalt an Mädchen und Frauen am 14. Februar 2019 beteiligen. Wie schon in den vergangenen Jahren reiht sich auch die Brüder-Grimm-Stadt in den Reigen der aktiven Städte ein. Monika Kühn-Bousonville, Frauenbeauftragte der Stadt Hanau und Organisatorin der Aktion, hofft auf eine ähnlich gute Beteiligung wie in den Vorjahren, als sich zuletzt fast 400 Tänzerinnen und Tänzer auf dem Freiheitsplatz zusammengefunden hatten.

"Das öffentliche Bekenntnis gegen Gewalt an Frauen und Mädchen hat in Hanau durchaus Tradition", unterstützt Stadtrat Thomas Morlock, in dessen Dezernat das Frauenbüro angesiedelt ist, den Aufruf zur Teilnahme an dieser weltweiten Aktion. "Seit mehr als 15 Jahren gehen regelmäßig mehr als 2.000 Läuferinnen und Läufer beim Stadtlauf auf die sechs Kilometer lange Distanz, um einerseits die Arbeit der Frauenhäuser finanziell zu unterstützen, und andererseits ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.".

Auch in diesem Jahr organisiert das Frauenbüro der Stadt Hanau auf dem Marktplatz das gemeinsame Tanzen zu "Break the Chain", der Hymne der Aktion, in Kooperation mit der Tanzschule Berné, die die Choreografie entwickelt und bereits im Dezember erste Übungsstunden angeboten hat. Zwei weitere Trainingseinheiten finden vor dem Aktionstag noch statt. Am Montag, 14. Januar, können Interessierte ab 18 Uhr in der Tanzschule unter Anleitung üben. Am Samstag, 9. Februar, beginnt die Trainingsrunde um 17 Uhr. Musik und Schrittfolge ist aber auch auf Youtube auf dem Berné-Kanal zu finden.

Die eigentliche One-Billion-Rising-Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 14. Februar, auf dem Freiheitsplatz um 16 Uhr mit der offiziellen Begrüßung durch den Schirmherrn Oberbürgermeister Claus Kaminsky. "Mehr als 50.000 Menschen haben sich bundesweit in den letzten Jahren an dem Flashmob beteiligt, um auf fröhliche und damit positive Weise auf ein hässliches Thema aufmerksam zu machen." Die Tanzenden in rund 150 Städten hätten damit ein klares Signal in die Welt gesendet, dass sie für Gewaltfreiheit und den Anspruch auf Unversehrtheit eintreten. Damit sei es dieser Aktion gelungen, den Kampf gegen Sexismus, gegen Missbrauch, gegen Gewalt einmal mehr in den Fokus zu rücken, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und eine Veränderung im Denken anzustoßen, unterstreicht Hanaus OB die Bedeutung solcher Aktionstage.

Die Idee des "One Billion Rising" als unübersehbares Zeichen für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung geht auf die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler zurück, die im September 2012 erstmals dazu aufgerufen hatte. Weltweit sollen eine Milliarde Frauen auf die Straße gehen, um gemeinsam öffentlich zu tanzen und Solidarität zu demonstrieren.

Monika Kühn-Bousonville hofft auf eine rege Beteiligung und Unterstützung in der Brüder-Grimm-Stadt. "One Billion Rising ist die größte Demonstration aller Zeiten, die eindrucksvoll zeigt, dass Gewalt an Frauen ein weltweites Problem ist. Alle Menschen aus Hanau und der Region sind eingeladen, sich an dieser weltweiten Aktion zu beteiligen und gemeinsam gegen Gewalt an Frauen und für ein gerechtes und respektvolles Miteinander einzutreten." Immerhin sei - unabhängig von persönlichen Lebensumständen, Nationalität oder Religion - statistisch gesehen jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens mit Gewalterfahrungen konfrontiert. "Der gemeinsame Tanz soll den öffentlichen Blick auf das Thema fokussieren und dafür sensibilisieren."

Der Aktionstag solle den Blick dafür schärfen, dass Gewalt als gesellschaftliches Problem verstanden werden müsse. Es gelte, sich gemeinsam den verschiedenen Facetten von Gewalt entgegenzustellen. "One Billion Rising" soll nach ihren Worten aber auch als ein Signal an Betroffene verstanden werden, dass sie nicht allein sind und auf dem Weg aus der Gewalt Hilfe und Unterstützung finden können. Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen” berät kostenfrei und anonym unter der Rufnummer 0800 116 016 rund um die Uhr zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen.

Foto: Stadt Hanau

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