„Es geht um die Zukunft unserer Stadt!“

Hanau
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Hanau wird Großstadt, Hanau strebt die Kreisfreiheit an: Nach dem Umbau der Innenstadt startet die Brüder-Grimm-Stadt einen weiteren, umfassenden Prozess der Stadtentwicklung und setzt dabei erneut ausdrücklich auf die Beteiligung der Menschen, die in Hanau leben.

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Unter der Überschrift "Zukunft Hanau" werden Stadt und Bürgerschaft gemeinsam erarbeiten, wie sich Hanau fit für die nächsten Jahrzehnte macht. Der offizielle Startschuss dafür fällt am Wochenende vom 29. bis 31. März. Im Congress Park Hanau (CPH) laden ein umfangreiches Vortragsprogramm, eine interaktive Ausstellung, Workshops mit Experten und zahlreiche weitere Beteiligungsformate alle Bürgerinnen und Bürger zum "Mitmachen. Mitdiskutieren. Mitgestalten." ein – der Eintritt ist kostenfrei. "Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft unserer Stadt", ermuntert Oberbürgermeister Claus Kaminsky alle Hanauerinnen und Hanauer, die Zukunft aktiv mitzugestalten. "Das Wochenende ist der offizielle Beginn eines Prozesses, in dem wir gemeinsam die richtigen Weichenstellungen der Stadtentwicklung identifizieren wollen."

Drei Tage lang können sich die Besucherinnen und Besucher jeweils von 10 bis 18 Uhr im CPH über relevante Zukunftsthemen informieren. In einer interaktiven Ausstellung entdecken sie an verschiedenen Stationen die Handlungsfelder, auf die die Stadt vor dem Hintergrund der Großstadtwerdung und der angestrebten Unabhängigkeit vom Main-Kinzig-Kreis einen Fokus legen will: Lernen, Arbeiten, Fortbewegen, Wohnen, Mitmachen, Ungleichheit, Leben und Kreisfreiheit. An allen Stationen der Ausstellung sind die Besucherinnen und Besucher dazu aufgefordert, ihre Einschätzung abzugeben, Ideen und Meinungen einzubringen. "Der große Auftakt der Beteiligung und Diskussion am Bürgerwochenende im CPH wird eine wichtige Grundlage für die tatsächliche Weiterentwicklung unserer Stadt bilden", sagt Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Hanau. "Wir wollen möglichst viele Stimmen hören, wollen erfahren, was den Hanauerinnen und Hanauern wichtig ist, was sie sich von einem Hanau der Zukunft wünschen und in welchen Bereichen sie noch besser informiert werden möchten."

Jede Station und damit jedes präsentierte Handlungsfeld umfasst drei Aspekte. Zum einen liefert es Hintergrundinformationen zum Status Quo, so zum Beispiel über den Schulstandort Hanau, über Flächenverbrauch und geplante neue Wohneinheiten, über Grünflächenanteile und das Verhältnis von Jung und Alt in der Stadt. Zum anderen stellt es aktuelle Projekte vor, die bereits auf zukünftige Entwicklungen eingehen: die Digitalisierung von Lernangeboten, die Umnutzung von Verkehrsraum, zum Beispiel am Ballplatz, Mitmachangebote wie das Jugendplenum und Nachbarschaftsinitiativen oder der Kulturentwicklungsplan 2.0. Dritter Aspekt jeder Station ist das unmittelbare Erleben. Die Besucherinnen und Besucher können das Wohngefühl in einem sogenannten "Tiny House" entdecken, Hanauer Räume als Virtual Reality erleben oder sich als aktive Zukunftsgestalterinnen und -gestalter in die Hall of Fame einreihen.

Zwei starke Partner im Main-Kinzig-Kreis Der weitreichenden Bedeutung für Hanaus künftige Entwicklungsmöglichkeiten angemessen, informiert eine Station gezielt zum Thema Kreisfreiheit. Neben umfassenden Informationen zu den Hintergründen der angestrebten Auskreisung können interessierte Bürgerinnen und Bürger hier zu bestimmten Zeiten auch mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky persönlich ins Gespräch kommen. Ebenfalls eine gute Gelegenheit für Erläuterungen und Erklärungen aus erster Hand bietet eine Gesprächsrunde zwischen dem Hanauer OB und Landrat Thorsten Stolz, die für Samstag (30. März) um 13.30 Uhr vorgesehen ist.

Doch nicht nur der zukünftige Status als Großstadt und die angestrebte Kreisfreiheit erfordern Stadtentwicklung. "Unsere Stadt ist keine Insel, sie steht auch unter dem Einfluss globaler Entwicklungen", betont Martin Bieberle. Die Ausstellung thematisiert daher auch die Megatrends Klimawandel, Gesundheit, Globalisierung, Digitalisierung, Ungleichheit, Individualisierung und demografischer Wandel.

Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Unterhaltung: Rund 70 Mitmach- und Info-Formate Flankiert wird die Ausstellung von einem umfangreichen Vortragsprogramm, das sich mit den unterschiedlichen Aspekten städtischen Lebens und deren Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft auseinandersetzt. Innovationsexperte Frank Rehme wirft einen Blick in den Handel der Zukunft, Kerem Türkogullari von der Frankfurt University of Applied Sciences spricht über Roboter in der Pflege und stellt Pepper vor, und Dr. Marc Weinstock, Geschäftsführer der LEG Hessen-Hanau GmbH und geschäftsführender Gesellschafter der DSK I BIG Gruppe, präsentiert "Pioneer Park Hanau – Das Wohnquartier der Zukunft". Insgesamt wird es am Zukunftswochenende knapp 30 Vorträge geben. Zusätzlich warten auf dem sogenannten Marktplatz im Brüder-Grimm-Saal mehr als 30 Mitmach- und Diskussions-Formate auf die Besucherinnen und Besucher. Schließlich laden zehn Podiumsdiskussionen dazu ein, sich unter anderem zum Thema Sicherheit, zur Zukunft der Pflege oder zur Digitalisierung der Arbeit, zu informieren.

Showformat Zero Gravity Club

Zwei außergewöhnlichen Visionären gehört der große Paul-Hindemith-Saal: Das Ehepaar Bernd und Carina Breiter aus Hanau veranstaltet seit Jahren den World Club Dome in der Commerzbank-Arena, ein Elektro-Musikfestival mit 140.000 Fans und gleichzeitig der "größte Club der Welt". Am 25. März schicken sie einen Airbus A310 zu einem Schwerelosigkeitsflug ins All, an Bord sind zahlreiche Prominente. Mit dieser aufsehenerregenden Aktion im Vorfeld des diesjährigen Festivals zeigen sie, dass die Zukunft keine Grenzen kennt. Beim Zukunftswochenende präsentieren die beiden am Freitag (29.März) ab 17 Uhr und am Sonntag (31. März) ab 16 Uhr im CPH eine emotionsgeladene Show mit Eindrücken vom spektakulären Flug.

Zahlreiche Möglichkeiten der Beteiligung "An diesem Wochenende wollen wir die Zukunftsthemen der Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern priorisieren und ein Stimmungsbild erhalten", so OB Kaminsky. "Über allem stehen die Fragen ‚Wie viel Wachstum verträgt die Stadt?‘ und ‚Wie soll dieses Wachstum aussehen?‘ sowie die Aufforderung, die Zukunft Hanaus mitzugestalten. Daher gibt es am Wochenende und natürlich auch darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten, sich aktiv am Stadtentwicklungsprozess zu beteiligen."

Über offene Befragungen sollen konkrete zukünftige Maßnahmen definiert werden, in Workshops nach World-Café-Logik sowie bei Gesprächen an den verschiedenen Ausstellungsstationen sollen Vorschläge und Ideen zusammengetragen werden. Abstimmungen zu konkreten Zukunftsthemen helfen dabei, Stimmungen einzufangen. Die Bürgerinnen und Bürger bestimmen letztlich selbst, in welcher Form und mit welcher Intensität sie sich in den weiteren Prozess einbringen wollen. Dieses Wochenende soll dabei helfen, passgenaue Beteiligungsangebote anzubieten. Gleichzeitig soll möglichst frühzeitig aufgezeigt werden, welche Entwicklungen besonders kritisch gesehen werden oder in welchen Bereichen noch Informationen vonnöten sind.

Carrera-Bahn mit Fahrradstrom und Lego-Baustelle: Viel zu entdecken für Kinder Auch an die Jüngsten der Stadt hat man gedacht: Auf einer großen Lego-Baustelle sind sie dazu eingeladen, sich die Stadt der Zukunft zu bauen. Wie man mit Muskelkraft umweltfreundliche Energie erzeugen kann, erleben nicht nur Kinder anschaulich an einer Carrera-Bahn, die ausschließlich per Pedale, mit einem Fahrradgenerator, angetrieben wird.

Ergebnissicherung

Nach dem Wochenende werden alle Ideen, Meinungen und Ergebnisse dokumentiert und mit den bereits definierten Handlungsfeldern abgeglichen. Die verantwortliche Projektsteuerungsgruppe erarbeitet auf dieser Grundlage ein konkretes Beteiligungskonzept, welches dann politisch beschlossen werden soll. Unter www.zukunft-hanau.de sind das vollständige Programm sowie Hintergrundinformationen veröffentlicht.

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