Über 50 Schlangen in Privatwohnung gefunden

Hanau

Die Polizei sowie Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Darmstadt (Dezernat Artenschutz), des Veterinäramts des Main-Kinzig-Kreises und Sachverständige eines Zoos durchsuchten am Mittwoch die Geschäfts- und Privaträume eines 49-jährigen Hanauers. Dabei beschlagnahmten die Beamten mehr als 50 Schlangen (darunter Kobras, Klapperschlangen, Boas und Pythons), Echsen (darunter Warane und Agamen) und Amphibien (Salamander, Kröten und Molche).

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Schon seit geraumer Zeit stand der Mann im Verdacht, dass er ohne Genehmigung eine Tierhandlung betreibe; diesbezüglich führte das Regierungspräsidium Darmstadt bereits ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Im Rahmen dieses Verfahrens erfolgte eine polizeiliche Vernehmung, aus der sich ergab, dass der 49-Jährige wohl auch dabei Straftaten begangen hat. So soll er einheimische geschützte Tierarten durch Fang beschafft und anschließend veräußert haben. Darüber hinaus habe er artengeschützte exotische Tiere ohne erforderliche Nachweise gehalten und verkauft. Nach der mehrstündigen Durchsuchungsmaßnahme wurden die Schlangen, Echsen und Amphibien sowie eine Vogelspinne sichergestellt. Bei sämtlichen Tieren waren die Haltungsbedingungen mangelhaft, so dass es durch die Fachbehörden zur Auflösung des gesamten Tierbestandes (sowohl im Geschäft als auch in der Privatwohnung) kam. Die im Zoogeschäft vorgefundenen Säugetiere wurden ebenfalls beschlagnahmt und von einem Tierheim aufgenommen. Aufgrund der bereits im Vorfeld geführten Ermittlungen und der erdrückenden Beweislast verzichtete der Beschuldigte auf seine Eigentumsrechte an sämtlichen Tieren, die inzwischen alle artgerecht untergebracht werden konnten.


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