Bürger für Kreisfreiheit und Entwicklung zur Großstadt

Hanau
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Hanaus Bürgerinnen und Bürger wollen aktiv teilhaben an der Entwicklung ihrer Stadt.

Das zeigt die große Resonanz auf das dreitägige Zukunfts-Wochenende, zu dem die Stadt im März eingeladen hatte. Jetzt liegt eine erste grobe Auswertung der Fragebögen vor, mit denen die Besucherinnen und Besucher Stellung beziehen konnten zu verschiedenen, für die Zukunft der Stadt relevanten Themen. Auch umfangreiche Notizen aus Bürgergesprächen hat die Steuerungsgruppe "Zukunft Hanau" aufbereitet. "Was uns besonders freut und uns in unserem bisherigen Bemühungen positiv bestätigt: Eine breite Mehrheit der Hanauerinnen und Hanauer begrüßt es, dass unsere Stadt im kommenden Jahr offiziell zur Großstadt wird", stellt Oberbürgermeister Claus Kaminsky fest. "Auch die angestrebte Kreisfreiheit kommt bei der Bürgerschaft deutlich überwiegend gut an, sieht sie darin doch explizit neue Chancen für Hanau." Die erste Sichtung der gut 3.000 ausgefüllten Fragebögen zeigte zudem, dass 80 Prozent der Befragten gern in Hanau leben und die Stadtentwicklung der vergangenen Jahre positiv bewerten.

"Gleichzeitig haben uns die Bürgerinnen und Bürger aber auch deutlich für ‚Baustellen‘ sensibilisiert, die wir unbedingt angehen müssen", so Kaminsky. "So wünschen sich knapp neun von zehn Befragten mehr Grün in der Stadt und über 80 Prozent sprechen sich für mehr Platz für Fußgänger, Fahrradfahrer und den ÖPNV gegenüber dem individuellen Autoverkehr aus. Mit knapp 70 Prozent der Befragten fordert eine deutliche Mehrheit mehr Wohnraum in der Stadt, akzeptiert zugleich aber nur in begrenztem Maße eine höhere und engere Bebauung. Hier müssen Prioritäten diskutiert und abgewogen werden, um zukunftsfähige Lösungen zu finden." Neben Themen des sozialen Miteinanders und dem Wunsch nach öffentlichen Orten der Begegnung gaben die Befragten zudem häufig Anregungen zu Fragen der Sauberkeit und Sicherheit. Ein Großteil der Befragten gab zudem an, mehr und ausführlichere Informationen zur Kreisfreiheit und ihren Konsequenzen sowie zu den Folgen des Klimawandels für Hanau zu benötigen.

"Aus diesen Informationen werden wir jetzt Thesen für zukünftiges Handeln ableiten, Projektideen entwickeln und Möglichkeiten für zukünftige, breitgefächerte Beteiligungsformate erarbeiten", erklärt Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen & Umwelt bei der Stadt Hanau. Besonders vielversprechend: Viele Besucherinnen und Besucher gaben an, den Prozess durch ihre Mitarbeit in einer Art Bürgerbeirat, bei Workshops oder durch ihre Beteiligung an weiteren Meinungsumfragen aktiv unterstützen zu wollen.

Der weitere Prozess

Mit dem Zukunfts-Wochenende hat Hanau den Grundstein für den weiteren Prozess der Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung gelegt. "Jetzt gilt es, die Ergebnisse der Befragung weiter auszuwerten, mehr ins Detail zu gehen und die Hinweise und Anregungen aus den Fragebögen nach Häufigkeit zusammenzustellen und zu gewichten", erläutert Martin Bieberle. "In einem nächsten Schritt werden wir daraus vordringliche Arbeitsaufträge ableiten und vor allem grundlegende Thesen festlegen, an denen wir unser zukünftiges Handeln ausrichten." In der Folge gehe es darum, Ideen für konkrete Schlüsselprojekte auszuarbeiten. Auch die Fortschreibung der Bürgerbeteiligung müsse organisiert werden. "Wir können uns zum Beispiel vorstellen, den noch zu gründenden Bürgerbeirat in einem offenen Raum im Forum Hanau tagen zu lassen – angelehnt an die Funktion eines Forums in der Antike als Meinungsmarktplatz", erklärt Martin Bieberle. "Wir wollen den fortlaufenden Prozess ‚Zukunft Hanau‘ in der Stadt für jeden sichtbar machen, denkbar sind daher auch dauerhafte Ausstellungen zu den Ergebnissen aus Beiratssitzungen, Arbeitsgruppen und Workshops."

Über die zukünftige Begleitung des Prozesses Zukunft Hanau durch den im Herbst zu gründenden Bürgerbeirat hinaus, sollen vielfältige Informations-, und Beteiligungsformaten zu einzelnen Schwerpunktthemen und Projekten für eine Beteiligung aller interessierten Bürgerinnen und Bürger offen stehen. Ende August soll zunächst ein Informations- und Arbeitstermin der Mandatsträger stattfinden. Den Stadtverordneten und weiteren Vertretern aus städtischen Gremien, wie den Ortsbeiräten oder dem Seniorenbeirat, wird hier der aktuelle Stand der Beteiligungsauswertung präsentiert. Zudem können auf dieser Veranstaltung die bisherigen Ergebnisse und Projektideen diskutiert und weitere Anregungen gesammelt werden. Für September 2020 schließlich ist ein zweites großes Zukunfts-Wochenende angedacht.

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