Flughafenbetreiber Fraport erwartet zum bevorstehenden Beginn der Sommerferien nach eigenen Angaben einen Rekordwert von bis zu 240.000 Passagierinnen und Passagieren täglich.
Flughafenbetreiber Fraport erwartet zum bevorstehenden Beginn der Sommerferien nach eigenen Angaben einen Rekordwert von bis zu 240.000 Passagierinnen und Passagieren täglich.
Dazu sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD): "Unzureichend getaktete Flugpläne und Ausnahmegenehmigungen für Nachtflüge wegen Hitze und Gewitter wie im Sommer 2018 darf es in diesem Ausmaß nicht wieder geben." Denn das gehe zu Lasten auch der Hanauer Bevölkerung, "die vom Fluglärm bereits über die Maßen belastet sei. Kaminsky wiederholt in der Stellungnahme die seit Jahren von der Stadt Hanau erhobene Forderung das Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr auszudehnen. Das sei Bedingung für den Ausbau des Flughafens und das damit verbundene Anwachsen der Passagierzahlen. Leider sei es derzeit aber so, dass vor allem in der Sommer-Hochsaison nicht einmal das derzeit geltend Nachflugverbot von 23 bis 5 Uhr "so eingehalten wird, dass es den Namen verdient hat".
Anja Zeller (Grüne), Leiterin der städtischen Stabsstelle Nachhaltige Strategien und Vertreterin von Hanau in der Fluglärmkommission (FLK) Frankfurt, schließt sich der Forderung der Fluglärmkommission an, dass Lärmentgelte in den Nachtrandstunden von 22 bis 23 Uhr und von 5 bis 6 Uhr für die Fluggesellschaften deutlich anzuheben seien. Zudem müsse es für Verspätungsflüge gesonderte Lärmzuschläge geben. Die FLK fordert mindestens um 350 bis 500 Prozent höhere Zuschläge auf die Lärmentgelte, wenn nach 23 Uhr und vor 5 Uhr geflogen wird. Bisher müssen die Fluggesellschaft in diesen Nachrandstunden lediglich 50 Prozent Aufschlag zahlen. Am Flughafen Hamburg liegen diese Zuschläge bei 150 Prozent, am Flughafen Zürich ab September 2019 bei rund 300 Prozent.
Ein Fraport-Sprecher kündigte jetzt an, dass der Flughafenbetreiber für Landungen nach 23 Uhr deutlich mehr Gebühren verlangen will, legte sich aber auf keine Zahl fest. In diesem Sommer sollen jedoch die Zuschläge für verspätetet Gesellschaften bei den bisherigen 50 Prozent bleiben. Über diese Forderungen an das Hessische Wirtschaftsministerium und Fraport hinaus fordert Zeller dazu auf, "aus ökologischen Gründen auf Inlandsflüge und andere Kurzflüge zu verzichten und auf die Bahn umzusteigen". Damit könnten Passagiere selbst zu weniger Fluglärm beitragen.
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