SPD besucht Frauenhaus in Hanau

Hanau
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Im Rahmen ihres Sommerprogramms besuchten Vertreter/innen der Hanauer SPD das Frauenhaus in Hanau.

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Es ist seit 37 Jahren Zufluchtsort für von Gewalt betroffene Frauen. Ziel war es, nicht nur die Wertschätzung der Arbeit der Mitarbeiterinnen ganz konkret zum Ausdruck zu bringen, sondern auch die Zusage, dass sich das Frauenhaus bei der beabsichtigten Kreisfreiheit Hanaus finanziell nicht schlechter stellen werde als bisher. Es gebe keinen Anlass daran zu zweifeln, dass die Hanauer Kommunalpolitik – gemeinsam mit dem Kreis – weiterhin geschlossen hinter dem Frauenhaus stehe.

Dies bestätigte auch Dipl.-Sozialpädagogin Jutta Müller und wies nochmals darauf hin, dass sie für diese Unterstützung sehr dankbar seien. Das Frauenhaus Hanau sei keine ausdrückliche Hanauer Einrichtung, sondern biete allen Schutz suchenden Frauen aus der gesamten Region und darüber hinaus im Rahmen ihrer Kapazitäten Aufenthalt, Hilfe und Beratung. Sie wies gemeinsam mit ihren Kolleginnen aber auch darauf hin, wie sehr das Haus und die angeschlossene Beratungsstelle auf ein möglichst unbürokratisches Finanzierungsmodell und stabile Spendeneinnahmen angewiesen seien. Bürgermeister und Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel versicherte den Vertreterinnen des Frauenhauses, dass die Einrichtung bei einer Kreisfreiheit nicht schlechter dastehen werde als vorher. Das Finanzierungssystem sei dann anzupassen. Er versicherte, dass man rechtzeitig die Gespräche hierzu aufnehmen werde. SPD-Fraktionschefin Cornelia Gasche verwies auf das politische Grundverständnis ihrer Partei, das die Arbeit der Frauenhäuser als unverzichtbar sieht. Die SPD werde sich weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, das Frauenhaus finanziell abzusichern. Diese Botschaft wurde gerne angenommen. Anschließend stellten Frau Möller-Botzum, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und B.A. Sozialarbeiterin Ursula Wyrzykowska zwei Problembereiche vor, die ihre Arbeit für von Gewalt betroffene Frauen gegenwärtig sehr erschweren: Zu der Tatsache, dass bezahlbarer Wohnraum knapp sei, käme hinzu, dass viele Vermieter/innen den Frauen aus kritischen Problemlagen – zudem, wenn sie Kinder haben - eher distanziert gegenüber stünden. Häufig käme es nicht einmal zu der Möglichkeit, sich vorstellen zu können. Diese führe dann zu einer Verlängerung der Aufenthaltszeit im Frauenhaus. Hierdurch würden wertvolle Notplätze blockiert und ebenso der Weg zu einem neuen Leben in Selbständigkeit verzögert. Bürgermeister Weiss-Thiel erläuterte, dass Hanau preiswerten Wohnraum anzubieten hat, aber nicht immer in den erforderlichen Größen, die auf dem Markt nachgefragt werden. Er und seine Kolleginnen sagten zu, sich mit der geschilderten Problemlage zu befassen.

„Da sich knapp 90% des Wohnraums in privater Hand befindet und darunter auch ein erheblicher Anteil bezahlbaren Wohnraums sei, ruft die SPD auch Privatvermieter auf, freien Wohnraum zu melden. Dies könne jederzeit entweder direkt beim Verein „Frauen helfen Frauen e. V. in Hanau“oder beim städtischen Amt für Wohnhilfen und Soziales geschehen.“ Ein weiteres drängendes Problem seien die fehlenden Ressourcen in der kinderärztlichen Versorgung in Hanau und dem Umland. Aufnahmekapazitäten in den vorhandenen Praxen seien kaum mehr vorhanden. Diese führe mittlerweile dazu, dass notwendige fachärztliche Behandlungen von Kindern aus dem Frauenhaus nicht stattfinden.

Die SPD-Kommunalpolitiker/innen sagten zu, sich mit diesem Thema zu befassen, auch wenn es nicht ihrer direkten Einflussnahme unterliegt. Diese Entwicklung soll jedoch dringend in den Blick genommen werden. Abschließend dankten die Mitglieder der SPD dem Team des Frauenhauses herzlich für ihr hervorragendes und unverzichtbares Engagement für von Gewalt betroffene Frauen.

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