Digitale Technik erlebbar für alle machen

Hanau
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"Das Wissen kommt von Selbermachen – deshalb stellt die Stadtbibliothek Geräte und Programme bereit, um jeder und jedem die Möglichkeit zu eröffnen, die digitalen ‚Werkzeuge‘ auszuprobieren oder für eigene Projekte zu nutzen.

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Die Digitalisierung betrifft heute alle Lebensbereiche und wir möchten die Bürgerinnen und Bürger darin unterstützen, sie für sich zu nutzen", erläutert Beate Schwartz-Simon, Leiterin des Kulturforums Hanau, wie es zu dem neuen Angebot gekommen ist, mit dem die Stadtbibliothek demnächst ihre Nutzerinnen und Nutzer locken will. Mit dem MakerSpace, einer digitalen Werkbank, erweitert die Einrichtung das bestehende Lernangebot um digitale Techniken.

Pünktlich zum 4. Geburtstag des Kulturforums am Samstag, 31. August, startet das neue Angebot im 2. Stock der Stadtbibliothek. Mit einem Rund-um-die-Uhr-Programm am ersten Tag werden zwischen 10 und 18 Uhr die Möglichkeiten, die sich hier bieten, in all ihren Facetten erlebbar gemacht. Peter Klemm aus der MakerSpace-AG und Bernd Merte vom RepairCafé Hanau führen den 3D-Drucker und 3D-Scanner vor. Wer sich die Zeit nimmt, die Entstehung zu verfolgen, kann sich am Ende einen selbst gedruckten Einkaufschip mitnehmen. Ein Schneidplotter steht auch bereit, um beispielsweise T-Shirts zu bedrucken, Einladungskarten oder individuelle Kaffeebecher zu gestalten. Gimp und Photoshop Elements, zwei Bildbearbeitungsprogramme, werden an der MakerSpace-Theke anschaulich erläutert. Wer seine alten Bilder und Videos oder Schallplatten und CDs digitalisieren möchte, kann dafür ebenfalls die verfügbare Hardware an der MakerSpace-Theke nutzen.

Von 14 bis 18 Uhr sind im Kinderatelier die Roboter los. Hier findet der Experimentier-Workshop für Kinder- und Jugendliche ab sechs Jahren statt. Mit dem Programm LEGO Mindstorms Home Edition und dem LEGO Mindstorms Education Set mit zusätzlichen Sensoren für Messtechnik können die Kinder einen eigenen kleinen Roboter bauen und programmieren. Der große LEGO-Mindstorm Roboter "Robi" und wonder workshop-Roboter "Dash" liefern sich ein Rennen beim Hindernisparcours und können programmiert werden, um knifflige Programmieraufgaben zu lösen. Außerdem werden Kaffee, Kuchen und andere Leckereien im Lesecafé angeboten.

Der MakerSpace im Kulturforum legt seinen Schwerpunkt, im Gegensatz zu anderen seiner Art, ganz klar auf die Digitalisierung. Oberbürgermeister Claus Kaminsky kündigt an: "Das soll erst der Anfang sein. Wir wollen hier künftig digitale Technik für Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Vorkenntnissen zugänglich machen. Gleichzeitig soll durch diese Spezialisierung die Weitergabe von Wissen für alle Altersgruppen besser ermöglicht werden." Mit seinen insgesamt 13 Geräten und zwei Programmen im Wert von 9.500 Euro bietet der neue MakerSpace viel Raum zur kreativen Entfaltung. Dass ein 3D-Drucker viel mehr als ein technisches Spielzeug ist, zeigt sich in der praktischen Anwendung schnell. "Wenn zu Hause mal etwas kaputtgeht, muss man es nicht sofort wegschmeißen. Am 3D-Drucker können unsere Besucher beschädigte Teile neu anfertigen und so ihre eigenen Geräte reparieren," erklärt Martin Hoppe, Leiter des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen. Gerade den jungen Besucherinnen und Besuchern soll dadurch auch eine Sensibilität für Nachhaltigkeit vermittelt werden.

Doch es wird nicht nur ein 3D-Drucker geboten. Besucherinnen und Besucher haben künftig auch die Möglichkeit, Fotos, Filme, Kassetten und Schallplatten zu digitalisieren, 3D Objekte zu scannen, Bilder durch Fotoshop und Gimp zu bearbeiten, sich mit Robotern am Programmieren zu Versuchen oder mit Hilfe eines Plotters Schilder und Shirts zu bedrucken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Durch das fortschrittliche Werkzeug, das vielen privaten Haushalten in der Anschaffung zu kostspielig wäre, kann hier jede und jeder seine eigenen Projekte verwirklichen.

Um die interessierten Bürgerinnen und Bürger fachgerecht auszubilden und zu unterstützen, setzt das Kulturform auf Ehrenamtliche, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Kenntnisse weiter zu geben. So finden die ersten Gehversuche im MakerSpace immer unter Aufsicht statt. Wer einen entsprechenden Geräteführerschein gemacht hat, zum Beispiel für den 3D-Drucker, kann das Gerät in Zukunft zur selbstständigen Nutzung reservieren. Die Termine für Sprechstunden, Geräteführerscheine und Workshops werden noch bekannt gegeben. Informationsführungen und Sprechstunden werden kostenlos angeboten, Führerscheine und Workshops werden mit 5 Euro pro Person und Kurs berechnet. Die MakerSpace-Theke ist vom 31. August an während der allgemeinen Öffnungszeiten des Kulturforums zugänglich: Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr und am Samstag von 11 bis 18 Uhr.

Die Servicetheke des Kulturforums, die sich vorher im 2. Stock befunden hatte, wandert dann in das Erdgeschoss. Die Besucherinnen und Besucher des Kulturforums bekommen hier Auskünfte zu den allgemeinen Informationen wie Öffnungszeiten und Ansprechpartner der Einrichtungen im Kulturforum. Dazu stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Servicetheke bereit, um ein neues Medienkonto zu erstellen oder bei der Verwaltung eines bestehenden Medienkontos zu helfen.

Foto: MakerSpace - Digitale Technik erlebbar für alle - ab 31. August im Kulturforum Hanau.

Foto: Stadt Hanau

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