Großer LEGO Sammel-Wettbewerb in den Kitas

Hanau
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Ein kleiner Absatz zum Ladeneingang kann für einen Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator bereits ein großes – manchmal unüberwindbares - Hindernis darstellen.

Um Alltagshilfen für körperlich eingeschränkte Menschen, oder auch Eltern mit Kinderwagen, zu schaffen, baut Rita Ebel gemeinsam mit der Initiative "Menschen in Hanau" unter Trägerschaft der AWO Rampen aus LEGO, die helfen, diese Höhenunterschiede zwischen Gehsteig und Geschäftseingängen zu überbrücken. Bereits sechs dieser Rampen kommen in der Hanauer Innenstadt erfolgreich zur Anwendung. Um auch zukünftig weiter LEGO-Rampen bauen zu können, benötigt das Projekt weitere Unterstützung in Form von Sach- und Geldspenden.

Aus diesem Grund haben sich Andrea Freund vom Fachbereich Bildung, Soziale Dienste und Integration und Rita Ebel an Carolin Kornberger vom Kinder- und Jugendbüro gewendet. Gemeinsam entstand die Idee mit dem Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung einen Wettbewerb zu organisieren. Astrid Weiermann, Betriebsleitung des Eigenbetriebes Kindertagesbetreuung unterstützte die Idee von Anfang an. "Dies ist eine gute Möglichkeit Kinder schon frühzeitig für das Thema Integration zu sensibilisieren und einen Perspektivwechsel zu ermöglichen."

Vom 3. – 12. September findet nun der Sammel-Wettbewerb in den Hanauer Kindertagesstätten statt. Eltern und Kinder sind aufgerufen LEGO-Steine zu spenden, die sie entbehren können. Bei der Auftaktveranstaltung in der Kindertagesstätte Brüder-Grimm, erklärte Ebel den Kindern ihr Projekt und erntete große Begeisterung. Alle versprachen zuhause nach LEGO-Steinen zu suchen.

Die Kita, die am Ende der Aktion am meisten gesammelt hat, gewinnt den Sammel-Wettbewerb. Die Gewinner Kita wird am 20. September auf dem Spielefest im Rahmen des Weltkindertags um 16.00 Uhr auf dem Freiheitsplatz verkündet. Ebel – die selbst seit 25 Jahren im Rollstuhl sitzt - wird dann mit den Kindern dieser Kita eine eigene Rampe in den Herbstferien bauen. Anschließend können die Kleinen selbst erleben, wie sich der Alltag in einem Rollstuhl anfühlt und warum Rampen so wichtig sind. "Ich möchte Menschen auf diese Hindernisse im Alltag aufmerksam machen, damit sie zukünftig die Problemstellen, wie hohe Eingänge oder Stufen, erkennen", sagte Ebel. Sie freue sich über jede LEGO-Spende. "Jeder Stein zählt" um Hanau inklusiver und bunter zu machen. "Mit Geldspenden kaufen wir ausschließlich weitere LEGO-Steine für zukünftige Projekte", erklärt sie.

"Aus der Bürgerschaft heraus, ist eine so innovative und kreative Idee entstanden, an der sich hoffentlich viele Hanauerinnen und Hanauer beteiligen" sagte Oberbürgermeister Kaminsky. Jahr für Jahr werde mehr in der Innenstadt gebaut, aber leider die Barrierefreiheit oft dabei nicht berücksichtigt. "Mit diesem großartigen Projekt können zumindest kleinere Hürden überwunden werden", sind sich Kaminsky und Bürgermeister Weiss-Thiel einig. "Ich bin überzeugt, dass in fast allen Haushalten noch irgendwo ein paar Steine schlummern, die nur darauf warten gespendet zu werden", so Weiss-Thiel. "Wir möchten alle privaten Geschäftsinhaber aufrufen, den bisherigen Beispielen zu folgen und etwas für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu machen. Belohnt werden sie mit einem wirklichen Hingucker", so Kaminsky und Weiss-Thiel. Den Wettbewerb eröffneten die beiden Stadtoberen mit eigenen LEGO-Spenden.

Mehr Informationen über Geld- und Sachspenden sowie das Projekt unter www.menschen-in-hanau.de/de/cat/verfuegbare-lego-rampen/

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