Schadhaftes Fahrbahn-Pflaster durch hellen Streetprint-Asphalt ersetzt

Hanau
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"Die Belastung durch den Busverkehr, gepaart mit schlechter Bauausführung der damals beauftragten Firma, haben dem Pflaster der Fahrstraße so zugesetzt, dass wir handeln müssen."

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Mit diesen Worten kündigt Stadtrat Thomas Morlock an, dass der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) den 2013 im Rahmen des Innenstadt-Umbaus eingebrachten Straßenbelag austauschen lässt.

Dafür vorgesehen sind die Osterferien im April 2020. "Früher ist das wegen der Schlechtwetter-Periode im Herbst und Winter nicht möglich", erläutert HIS-Betriebsleiter Markus Henrich. In der Zwischenzeit auftretende Schadstellen würden provisorisch mit Asphalt verfüllt. Betroffen ist allein die Fahrbahn; Gehsteige, Borde und Regenrinnen behalten den ursprünglichen Belag mit hellem Betonpflaster. Bereits 2015 hatte HIS schon einmal durch die Baufirmen im Rahmen der Gewährleistung Mängel im Pflasterbelag der Fahrstraße beseitigen lassen. Das ist jetzt nicht mehr möglich, weil die Baufirma inzwischen insolvent ist. "Ergo müssen wir das Heft selbst in die Hand nehmen, um Verkehrssicherheit herzustellen, weiteren Mängeln durch Frost vorzubeugen, den Straßenbelag belastbarer zu machen und der Fahrbahn der Fahrstraße wieder ein ansehnliches Gesicht zu geben", sagt Stadtrat Morlock weiter.

Dafür bieten sich nach den Worten von HIS-Leiter Henrich zwei Alternativen: Den mangelhaft eingebrachten Unterbau rausreißen und durch einen wasserdurchlässigen und durch teils neues Pflaster ersetzen. Oder Pflaster und Splittbett herausnehmen und für den Straßenbelag sogenannten Streetprint-Asphalt in der Pflasterfarbe verwenden. Diese Asphalt-Variante sei "weniger zeit- und kostenaufwendig". Hinzu kommt, dass HIS mit dem Streetprint-Asphalt bereits gute Erfahrungen gemacht hat, denn auf der Freiheitsplatz-Nordseite wurde er auf einer Mittelinsel auf der Fahrbahn auch anstelle des Betonpflasters verbaut.

Einen Unterschied zum Pflaster ist dort nur auf den zweiten Blick zu sehen. Bei der Streetprint-Methode wird eine Matrize in den hellen Asphalt geprägt, so dass es wie Pflaster mit Fugen anmutet. Mit 80.000 bis 90.000 Euro rechnet HIS für die Pflasteralternative in der Fahrstraße zwischen Markt- und Freiheitsplatz. "Leider müssen wir jetzt selbst diese Kosten übernehmen, da die ausführende Baufirma zwischenzeitlich insolvent geworden ist. Aber das ist das geringere Übel im Vergleich zum Nichtstun", findet Stadtrat Morlock abschließend.

Foto: Muss in den Osterferien 2020 gegen Streetprint-Asphalt ausgetauscht werden: das Pflaster im Fahrbahnbereich der Fahrstraße.

Foto: Stadt Hanau

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