Laubsammlung in Hanau neu organisiert

Hanau
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Es dauert nicht mehr lange, dass die Farbenpracht des Herbstes von fallendem Laub abgelöst wird.

Da die herabfallenden Blätter ein Unfallrisiko darstellen können, sollten sie möglichst rasch beseitigen werden. Wer dafür verantwortlich ist, dass die Laubberge zeitnah aus dem Straßenraum verschwinden, ist im Hanauer Stadtgebiet allerdings unterschiedlich geregelt. Darauf hat jetzt der zuständige Dezernent, Stadtrat Thomas Morlock, hingewiesen.

Überall dort, wo der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) das ganze Jahr über gegen Gebühr den Bürgersteig reinigt, entfernen die städtischen Mitarbeiter im Herbst auch das Laub. Bei Grundstücken, deren Straße keiner Straßenreinigungsklasse angehört, müssen jedoch die Anwohner und Gartenbesitzer das Laub selbst und auf eigene Kosten entsorgen. "Das gilt auch dann, auch wenn es von städtischen Bäumen auf den Gehweg fällt", erinnert Morlock an die Verpflichtung und ergänzt, dass die Stadt auch in diesem Jahr jene Anlieger, die besonders stark durch Laub städtischer Bäume belastet sind, wieder unterstützen wird.

Im Herbst 2018 hatte HIS ein Pilotprojekt gestartet, um die Situation für die Hanauer Bürgerschaft zu verbessern und die Arbeitsabläufe der Abteilung Abfallwirtschaft und Straßenreinigung im Zusammenhang mit der Laubentsorgung zu optimieren. Wie Markus Henrich, Leiter des Eigenbetriebs HIS, erläutert, wurden in Straßen mit einem hohen Bestand öffentlicher Bäume Behälter aufgestellt, in denen das Laub durch die Anwohnerinnen und Anwohner entsorgt werden konnte. Die Sammelbehälter wurden mit entsprechenden Hinweis-Aufklebern gekennzeichnet und die Haushalte über die Sammlung informiert. "Neben der Entlastung der Betroffenen wollten wir hierbei auch die logistischen Anforderungen wie beispielsweise Art der Sammelbehälter, Leerungsintervalle und Anteile von Fehlwürfen ermitteln", beschreibt Henrich den Hintergrund des Projektes. Die Auswertung habe gezeigt, dass die bereitgestellten Behälter gut angenommen wurden und über einen Zeitraum von Mitte Oktober bis Ende Dezember nahezu vollausgelastet waren. "Die Zahl der Fehlwürfe wie Restmüllsäcke oder Grünschnitt lag im tolerierbaren Bereich, deshalb haben wir uns dazu entschieden, das Pilotprojekt in diesem Herbst fortzuführen und in einer zweiten Testphase die Abläufe zu optimieren mit dem Ziel, diese Art der Laubsammlung dauerhaft zu organisieren."

Mit Beginn des Laubfalls wurden deshalb wieder Deckel-Container mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1.100 Litern in den folgenden Straßen aufgestellt: Kantstraße, Rochusstraße, Waldstraße, Hanauer Landstraße, Konrad-Adenauer-Straße, Kastanienallee und Burgallee. In der Eichenallee wurde ebenfalls wieder ein Behälter mit einem Fassungsvermögen von 10 Kubikmetern aufgestellt. Die Behälter sind alle mit der Aufschrift "Nur für Laub aus dem öffentlichen Straßenbereich" gekennzeichnet und dürfen ausschließlich für dieses genutzt werden. Die Behälter stehen nicht für die Aufnahme anderer Abfälle, insbesondere aus dem privaten Bereich zur Verfügung, und werden regelmäßig freitags von Fahrzeugen von HIS geleert.

Allen Anwohnerinnen und Anwohnern ist es darüber hinaus möglich, Laub kostenlos bei den Grünannahmestellen in den Stadtteilen oder im Betriebshof in der Daimlerstraße 5 abzugeben. Alle Grünannahmestellen sind samstags von März bis November von 9:00 – 13:00 Uhr geöffnet, die Grünannahmestelle in der Fasaneriestraße in Klein-Auheim hat zudem bis Ende Oktober zusätzlich mittwochs von 15:00 – 17:00 Uhr geöffnet. Von Dezember bis Februar sind die Grünannahmestellen nur noch jeden 1. und 3. Samstag geöffnet, die Öffnungszeiten bleiben bestehen. Beim Betriebshof können ganzjährig samstags von 8:00 – 13:00 Uhr und noch bis Ende Oktober mittwochs von 15:00 – 17:00 Uhr Grünabfälle abgegeben werden.

Das Laub kann auch in den so genannten "Laubsack" eingefüllt werden, dieser ist im Stadtladen des Rathauses und in den Verwaltungsstellen der Stadtteile erhältlich. Der Laubsack kostet 2 Euro, er kann neben die Biotonne gestellt werden und wird bei der nächsten Leerung mit entsorgt. Die Entsorgung über die Biotonne selbst ist ebenfalls möglich, hier ist jedoch zu beachten, dass nasses Laub oder feuchte Küchenabfälle bei Frost schnell im Behälter festfrieren können und die Tonne dann nicht oder nicht vollständig geleert werden kann. Zeitungspapier, Eierkartons oder kleinere Äste können hier Abhilfe schaffen und ein Festfrieren verhindern.

Alle weiteren Fragen zur Laubsammlung und –entsorgung sowie zum Thema Abfall allgemein beantwortet Leonie Marscheck von Abfallberatung bei HIS unter der Telefonnummer 06181 295-566.

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