Wegen Klimawandel: Hanau pflanzt hitzebeständige Bäume

Hanau
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In Paris ziert er die Straßensäume, in Hanau pflanzt der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) ihn jetzt erstmals: einen Toona. Die aus Familie der Mahagonigewächse stammende Gattung, gefeit gegen Hitze und allgemein als robust geltend, findet ihren Platz im innerstädtischen Schlossgarten. Der Toona gehört zu den insgesamt 107 Bäumen, die HIS bis Ende Februar an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet pflanzt. Im Schlossgarten kommt zudem ein neuer Schnurbaum hinzu.

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"Bei der Auswahl haben wir berücksichtigt, welche Erfahrungen wir in den jüngsten Jahren mit Bäumen gemacht haben, die gegen das trocknere und wärmere Wetter nicht gefeit waren", erklärt Stadtrat Thomas Morlock (FDP). Dazu zählen vor allem Birken, Kiefern und Fichten, teils auch Buchen, Eichen und Linden. So hat HIS für die Wilhelmsbader Allee vier Kaiserlinden ausgesucht, die andere Linden ersetzten, welche krank waren und auch der Verkehrssicherheit wegen gefällt werden mussten. Je vier von dieser Baumart kommen zudem an der Maintaler Straße nahe der Zulassungsstelle hinzu, ebenso in der Gronauer Straße und am Kinzigdamm in Höhe der Rudi-Völler-Sportanlage.

"17 Spitzahorne entlang der Oderstraße bilden die größte Charge der Neupflanzungen", berichtet HIS-Baukontrolleur Michael Schenk. Ein weiteres Exemplar ist künftig im Schlosspark Philippsruhe vertreten, vier weitere im Lamboypark und drei im Bürgerpark Hochgericht. Vier Feldahorne geben dem Neubaugebiet Venussee am dortigen Spielplatz ein verändertes Gesicht. Zwei Kugelahorne kommen im Wendehammer des Jasminwegs in Klein-Auheim hinzu. Der Förderverein der Wilhelm-Geibel-Schule in Kesselstadt sponserte eine Linde und ein Spitzahorn. An der Anne-Frank-Schule lässt sich künftig die Flora der Linde im Unterricht besser erklären, weil dort ein Exemplar gepflanzt wurde.

Am Steinheimer Johannisfeuer-Platz verschönert eine Esche das Ufer am Altmainarm. Weitere Arten sind Hainbuchen, Amberbäume, Pyramidenhainbuchen, Säulenzierkirschen, Baumhasel, Linden, Hopfenbuchen und Roterlen in der Innenstadt, in Klein-Auheim, Großauheim, Hanau-Nord, der Weststadt und Mittelbuchen, die HIS gepflanzt hat oder noch pflanzt. Für die 69 Bäume, die im vergangenen Herbst im Schlosspark Philippsruhe gefällt wurden, hat HIS jetzt noch keinen Ersatz beschafft. "Denn das ist erst möglich, nachdem alle verbliebenen Wurzelstöcke ausgegraben sind und wir neue Baumquartiere für eine möglichst lange Lebensdauer der Bäume hergestellt haben", erklärt HIS-Betriebsleiter Markus Henrich.

Foto: Vier neue Kaiserlinden pflanzten HIS-Fachleute in der Wilhelmsbader Allee, um dort die Lücken durch gefällte Bäume zu füllen und den klassischen Alleeblick wieder durchgängig herzustellen.

Foto: Stadt Hanau

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