Nach der Trauerfeier: „Wir werden sie nicht vergessen!“

Hanau
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"Stellvertretend für die vielen Rückmeldungen zur Trauerfeier für die Opfer des Terroranschlags greife ich das Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf, der mir im Anschluss attestiert hat, dass es unserer Stadtgesellschaft in überragender Weise gelungen ist, den Angehörigen zu zeigen, dass sie nicht allein mit ihrem Schmerz sind und dass die Menschen von Hanau sie niemals allein lassen werden." In seiner Bilanz am Tag nach dem Gedenkakt im Congress Park Hanau dankte Oberbürgermeister Claus Kaminsky allen, die zu diesem bewegenden Gesamtbild beigetragen hatten.

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"Unter der Führung des Protokollchefs des Landes Dieter Beine und dank der Mitwirkung von Metropress sowie zahlloser Helferinnen und Helfer wurde ein würdiger und respektvoller Rahmen für die gemeinsame Trauer geschaffen." Kaminsky richtete sich aber auch ausdrücklich an die Gäste der Trauerfeier. Sein Dank galt dabei sowohl den Anwesenden im Saal als auch den vielen Menschen, die in Gedanken bei den Angehörigen im CPH waren, als sie die Live-Übertragung verfolgt haben.

Mit der Ausrichtung einer zentralen Trauerfeier im Congress Park Hanau hatten die Stadt Hanau und das Land Hessen gemeinsam ein Zeichen der ehrenvollen Anteilnahme für die Opfer des rassistischen Anschlags vom 19. Februar gesetzt. Unter den insgesamt 650 geladenen Trauergästen waren auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Dr. Dietmar Woidke und Ministerpräsident Volker Bouffier. Der Hessische Rundfunk hatte die Trauerfeier live im Fernsehen sowie auf dem Marktplatz und Freiheitsplatz übertragen. Dort verfolgten insgesamt rund 2.000 Menschen die Ansprachen von OB, Ministerpräsident und Bundespräsident sowie die Reden der Angehörigen und Freunde, die alle dafür eintraten, die Stimme gemeinsam gegen Rassismus, Hass und Gewalt zu erheben.

Hanaus OB nutzte den Rückblick auf die würdevolle Veranstaltung aber auch, um sich bei allen zu bedanken, die seit dieser schrecklichen Nacht in unermüdlichem Einsatz waren. Angefangen bei Polizei, Feuerwehr, den Ärzten und Sanitätern, über die acht engagierten Mitglieder des Ausländerbeirates und die vielen freiwilligen Helfer, die für die Angehörigen da waren, bis hin zu den vielen Mitarbeitern der Stadt, des Landes und des Bundes. "Sie alle haben ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander, ein Miteinander der Nächstenliebe gesetzt."

Gleichzeitig erneuerte Hanaus Oberbürgermeister sein Versprechen, dass die Namen der Opfer künftig unauslöschbar zum kollektiven Gedächtnis der Stadt gehören werden. Er kündigte die posthume Auszeichnung der 9 Opfer mit der goldenen Ehrenplakette der Stadt Hanau an, "denn sie starben für alle, die eine freie, offene und vielfältige Gesellschaft wollen." Eine Gedenkstätte für die Toten des 19. Februar soll dafür sorgen, dass weder die Namen noch das durch den Anschlag verursachte Leid jemals vergessen werden.

Bilder von der Trauerfeier, die Reden sowie weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite www.hanau-steht-zusammen.de

Fotos-Copyright: Stadt Hanau / David Seeger / Kai Pfaffenbach

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