Anti-Atom-Bündnis erinnert an Fukushima

Hanau
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Anlässlich des 9. Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima (Japan) mahnt das Anti-Atom-Bündnis Hanau, dass die Fogen und Auswirkungen für Menschen, Tiere und Natur nicht vergessen werden dürfen.

Auch, wenn die japanische Regierung dies gern hätte. Denn die Olympischen Spiele stehen in Tokio vor der Tür. Durch Verharmlosung und Vertuschung sollen die Atomgefahren für die Weltbevölkerung heruntergespielt werden, nach dem Motto "Alles unter Kontrolle". Dass das nicht stimmt, ist deutlich, weil nach wie vor im Innern der zerstörten Reaktoren lebensbedrohliche Strahlung herrscht und die Atomruinen ununterbrochen durch Wasserzufuhr von außen gekühlt werden müssen. Große Teile des kontaminierten Wassers verseuchen das Grundwasser und das Meer. Der aufgefangene Teil des radioaktiven Abwassers wird in riesigen Tanks gespeichert. Wegen Platzmangels soll das u. a. mit Tritium und Strontium-90 stark belastete Wasser ab 2022 direkt in den Pazifik abgelassen werden", heißt es in einer Pressemitteilung.

Und weiter: "Die IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs und in sozialer Verantwortung) und .ausgestrahlt fordern in der Kampagne "Tokyo 2020-The Radioactive Olympigs" vom Internationalen Olympischen Komitee und der Japanischen Regierung,auf die Austragung der Baseball- und Softball-Wettkämpfe in Fukushima-City sowie auf den Fackellauf, an dem auch Kinder teilnehmen sollen, in den verstrahlten Gebieten der Präfektur Fukushima zu verzichten. Denn in der Region Fukushima stehen hunderttausende große schwarze Plastiksäcke mit abgetragener, radioaktiv strahlender Erde ungeschützt in der Landschaft. Wind und Regen bringen radioaktive Partikel aus den Wäldern und Bergen sowie aus undichten Plastiksäcken in die Städte und Dörfer, auch in die mit großem Aufwand dekontaminierten. Um eine Rückkehr der Bewohner in die dekontaminierten Gebiete zu erzwingen, hat die japanische Regierung nach der Atomkatastrophe die Grenzwerte von 1mSv auf 20mSv (Mikrosievert) erhöht, was insbesondere für Kinder eine große Gefahr darstellt. Außerdem wird der Rückkehrdruck durch die Beendigung der finanziellen Unterstützung für die geflohenen massiv erhöht. Im Jahr 2019 wurden neue Daten zum Schilddrüsenkrebs bei Kindern veröffentlicht. Die in diesem Lebensalter normalerweise sehr seltene Erkrankung ist in Fukushima um den Faktor 23 häufiger aufgetreten als im Jpanischen Durchschnitt. Die Hanauer Atomkraftgegner wollen auch nicht, dass die Olympischen Spiele politisch missbraucht werden!"

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