Die Kliniken in Hanau haben bereits vor Wochen drastische Schritte umgesetzt, um bestmöglich auf die Versorgung von Covid-19-Patienten vorbereitet zu sein. So wurde etwa vergangenen Sonntag ein Fieberzelt vor dem Klinikum Hanau aufgestellt, planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe wurden abgesagt, um Kapazitäten zu schaffen. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Die Krankenhäuser haben sofort geliefert – aber jetzt plant Bundesgesundheitsminister Spahn, die Klinik-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Regen stehen zu lassen. Mit einem Rettungsschirm, der das Wort nicht verdient hat."

Seit Samstag liegt der Gesetzentwurf zu diesem sogenannten Rettungsschirm vor. Danach sind die Finanzhilfen für die von der Politik geforderten zusätzlichen Intensivplätze viel zu niedrig angesetzt. Weiterhin soll es keine finanzielle Unterstützung für die hohen Mehrkosten für die persönlichen Schutzausrüstungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben. Das Ministerium verlangt von den Krankenhäusern, dass in einem Klein-Klein mit den Krankenkassen die Personalkosten für Krankenschwestern und Pflegern ausgehandelt werden sollen. OB Kaminsky: "Das ist bürokratisch und technokratisch."

Er drückt den Gesundheitsministerinnen und Ministern der Länder, die am heutigen Sonntag mit dem Bundesgesundheitsminister über den Gesetzentwurf sprechen die Daumen und fordert Minister Spahn auf: "Handeln Sie! Es kann nicht sein, dass in einer nie dagewesenen Krise Unterstützung versprochen wird – und dann ein existenzbedrohendes Rettungsschirmchen aufgespannt werden soll. Die Krankenhäuser sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems, wir müssen gerade jetzt denen helfen, die uns helfen."

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