Hanauer Kirchen feiern Gottesdienste im Internet

Hanau
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Kirchen, Synagogen, Moscheen und weitere religiöse Räume und Einrichtungen sind zurzeit wegen der Corona-Krise geschlossen.

Aber die Angebote für Gläubige sind vielfältig, über alle Religionsgrenzen hinweg. Pünktlich zum Osterfest sind auf dem städtischen Portal www.hanaudaheim.de/glauben unter dem Punkt "Glauben in Hanau" Internet-Gottesdienste, die sie live oder als Video anschauen können, aufgelistet. Dazu gib es viele weitere virtuelle Andachten und Botschaften zu sehen und lesen – etwa von den evangelischen und katholischen Kirchen, der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde und der Baptisten-Gemeinde. Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Ich freue mich, dass die Religionsgemeinschaften in dieser schweren Zeit allen Gläubigen mit Rat und Tat auf vielen Wegen zur Seite stehen. Ob virtuell im Internet mit Video-Gottesdiensten und Andachten, telefonischen und sozialen Hilfsangeboten sowie gemeinsamem Glockengeläut: Jeder Zuspruch hilft. Damit wird der Zusammenhalt in dieser Krisenzeit gestärkt."

Am 24. April beginnt der Ramadan, zurzeit feiern Juden Pessach, ihr wichtigstes Fest. In Videobotschaften auf www.hanaudaheim.de wenden sich Imam Mustafa Macit Bozkurt vom Islamischen Verein Hanau, der evangelische Pfarrer Wolfgang Bromme aus Großauheim, Dechant Andreas Weber, Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Elisabeth und Oliver Dainow von der Jüdischen Gemeinde Hanau an die Gläubigen in Hanau.

"Gerade in diesen Tagen ist es wichtig, zusammen zu stehen", so Pfarrerin Heike Mause (Marienkirche). Gemeinsam haben die evangelischen Gemeinden Großauheim, Großkrotzenburg, Wolfgang, Hanau-Kesselstadt und der Stadtkirchengemeinde im ökumenischen Arbeitskreis die Hilfsaktion "Dich schickt der Himmel" gestartet, um Hanauerinnen und Hanauern, die wegen der aktuellen Lage das Haus nicht verlassen können, Rat und Hilfe anzubieten. Nicht nur zu Ostern wird die Hanauer Tafel unterstützt: Bei der "Gabenzaun-Hilfsaktion" der Stiftung Lichtblick können Lebensmittel an einen Bauzaun an der Alten Johanniskirche gehängt werden. In den Schaukästen sind Andachten und Impulse für die Oster-Feiertage zu lesen. Ebenfalls im Internet findet die "Kinderkirche Online" statt, für Jugendliche ist ein Video-Chat-Raum eingerichtet.

Einen besonderen Videogruß aus der Marienkirche gibt es ab Ostersonntag auf www.hanaudaheim.de: Christian Mause, Kantor und Bezirkskantor des Kirchenkreises, spielt das alte Kirchenlied "Christ ist erstanden". Die Osterkerze wird mit einem Bibelwort entzündet. In Gedenken an die Corona-Krise läuten zurzeit täglich um 12 und 19.30 Uhr Kirchenglocken in Hanau. An Karfreitag um 15 Uhr sind sie in Gedenken an die Todesstunde zu hören, dann wieder an Ostersonntag um 12 Uhr, um die Botschaft zu verkünden, die alle Christen vereint: Jesus Christus ist auferstanden.

Dechant Andreas Weber: "Ostern ist das höchste Fest des ganzen Jahres – für uns Christen hier in Hanau, aber auch für die Christen in der ganzen Welt. In diesem Jahr erleben wir das Osterfest anders. Aber Ostern fällt nicht aus. Wir bleiben in diesem Jahr daheim. Die Menschen spüren, dass wir die Abstandsregeln einhalten. Auch aus einer guten Nächstenliebe dem Andern gegenüber, den wir dadurch schützen und die Pandemie in den Griff bekommen. Ostern ist das Fest des Lebens, die Botschaft lautet: Jesus lebt."

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