„Der Gold spinnende Kobold von Hanau“

Hanau

Am 17. Februar um 11.00 Uhr wird im Hessischen Puppenmuseum in Hanau / Wilhelmsbad eine Sonderausstellung über das Leben und Wirken der Familie des in Hanau ansässigen Künstler-Ehepaares Georg & Gerlinde Richter eröffnet.

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Das Ziel der Ausstellung ist, einen Brückenbogen über die Jahrhunderte zu schlagen, in denen die Familie ihr traditionsreiches Theater – erst als Wandertheater, später als fest ansässiges Theater mit Auftritten in der gesamten Bundesrepublik – dargeboten hat. Der heute 89-jährige Georg Richter und seine Frau Gerlinde haben das Spiel mit den hölzernen Figuren bis ins hohe Alter betrieben und folgten damit der Tradition der nachweisbaren sieben Generationen vor ihnen, die bis ins Jahr 1736 zurück verfolgbar sind.

Die umfangreiche Ausstellung wird anhand eines „Time Trails“ Exponate aus verschiedenen Jahrhunderten zeigen, denn die ältesten Marionetten, die sich noch heute in Familienhand befinden, wurden schon vor ungefähr 200 Jahren von den Richters auf die Bühne gebracht. Da sich das Ehepaar Richter seit der Neugründung des Theaters 1968 in Hanau neben der Herstellung von eigenen Marionetten auch als Sammler von wertvollen hölzernen Spielfiguren aus ganz Europa betätigt hat, werden in der Ausstellung auch Werke aus fremder Werkstatt zu sehen sein, die erstmalig der Öffentlichkeit vorgeführt werden, z.B. die Miniatur-Marionetten orientalischer und fernöstlicher Prägung, die mitsamt eines großen Bühnen-Fundus von Georg und Gerlinde Richter erworben wurden. 50 Jahre wurde an der Herstellung der Figuren gebastelt, ohne dass sie je auf der Bühne in Aktion gewesen wären. Viele Miniatur-Marionetten aus dem benachbarten Tschechien werden zu sehen sein, denn Gerlinde Richter blickt mütterlicherseits auf eine lange Tradition des Marionettentheaters zurück. Ihre Großmutter entstammte der Familie Tschab, die auch heute noch in Tschechien Figurentheater aufführt.

In einem eigenen Raum werden die Exponate zu sehen sein, die sich schon seit Generationen in den Händen der Richters befinden und so einen Eindruck davon vermitteln, wie sich das Marionettentheater im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat. Der „Time-Trail“ führt im nächsten Raum in die Gegenwart und zeigt Figuren, die unter den Händen von Georg u. Gerlinde Richter in der Zeit zwischen 1968 und 1997 entstanden sind. Auch Figuren des international renommierten Holzkünstlers Till de Kock (verstorben im November 2010) werden zu sehen sein. Kocks Figuren wurden ebenfalls häufig auf der Richter-Bühne eingesetzt.

Im letzten Raum wird die Zukunft der Familie Richter und des untrennbar mit ihrem Namen verbundenen Marionettenspiels gezeigt. In neunter Generation haben Frau Dr. Jale Richter (Schwiegertochter) und Roland Richter (Sohn) das Theater übernommen. Unter ihrer Regie hat sich das Theater verändert. Es werden moderne Stücke geschrieben und neue Kulissen geschaffen, die in der Ausstellung zu sehen sein werden. Den Abschluss der Ausstellung bildet eine neue Figur, die in Zukunft das Hanauer-Marionettentheater wesentlich prägen wird und die von dem bekannten Künstler-Ehepaar Barbara und Günther Weinhold aus Berlin geschaffen wurde. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Während der gesamten Zeit der Ausstellung wird die historische Marionettenbühne der Familie Richter im Museum aufgebaut sein. Diese Bühne konstruierte Georg Richter in der Zeit zwischen 1966 und 1968 nach einer Vorlage seines Vaters. Marionettenbühnen dieser Machart standen schon vor 200 Jahren in Deutschland und wurden früher von Kerzenlicht illuminiert. Kindergärten und Schulen können in der Zeit zwischen dem 04. und dem 28. März Marionettentheater-Aufführungen im Hessischen Puppenmuseum buchen. Es werden traditionelle Märchen geboten: „Rumpelstilzchen“ (denn ein Grimm'sches Märchen darf natürlich im Grimm-Jahr 2013 in Hanau nicht fehlen) sowie „Das gestohlene Krönlein“ und „Der goldene Schlüssel“.
Bei den beiden letztgenannten handelt es sich um Märchen aus der Feder von Gerlinde Richter. So können Kindergärten und Schulen einen spannenden Museumsbesuch mit einer Theateraufführung verbinden.


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