Hanau stellt Betreuung an Grundschulen sicher

Hanau
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Seit Dienstag sind in den hessischen Schulen wieder alle Klassen angekommen: Mit den Jahrgangsstufen eins bis drei läuft der Schulbetrieb wieder auf Hochtouren – zumindest theoretisch.

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Um Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen umsetzen zu können, müssen die Klassen zum Teil erheblich verkleinert werden. Die Hanauer Grundschulen haben sich dazu individuelle Konzepte einfallen lassen: Die Robinsonschule beispielsweise arbeitet mit zwei Gruppen, blau und rot, die an zwei unterschiedlichen Wochentagen jeweils drei Stunden Unterricht am Stück haben. Eine Pause gibt es nicht. Die Brüder-Grimm-Schule beschult jede Schülerin und jeden Schüler für einen kompletten Tag mit sechs Stunden inklusive organisierter Pausen und setzt auf vier Tage Homeschooling pro Woche. Wiederum einen ganz anderen Weg hat die Pestalozzischule für ihre Schulgemeinde gefunden: Hier kommen die Mädchen und Jungen für zwei Schulstunden, dafür aber jeden Tag. Die Pause entfällt auch hier.

Eines jedoch haben alle Grundschulen gemeinsam: Die Betreuung der Kinder außerhalb der Corona-Unterrichtszeiten muss organisiert werden. Nach den Vorstellungen des Hessischen Kultusministeriums sollen die Grundschulen mit dem sogenannten "Profil I" bei den Betreuungszeiten bleiben, die dieses Profil vorgibt, nämlich an drei Tagen pro Woche bis mindestens 14.30 Uhr. "Das würde aber in der aktuellen Situation bedeuten, dass Kinder, die an keinem der drei Tage Unterricht haben, nicht betreut werden. Das ist natürlich Unsinn", sagt Schuldezernent Axel Weiss-Thiel. Es könne ja nicht sein, dass Kind A im Moment beispielsweise montags und mittwochs beschult werde, die Betreuung aber ausgerechnet für die Tage nicht vorgesehen sei. "Aus diesem Grund haben wir in Hanau unsere eigene Lösung gefunden: Wir betreuen die Kinder immer an den Tagen, an denen sie Schule haben. Nur so können wir die Eltern ja wirklich unterstützen."

Zum Auftakt dieser nächsten Runde von Öffnungen machte sich das Hygiene-Team der Stadt wiederum vor Ort ein Bild in den Grundschulen und bot Hilfe an. Auf diese Weise konnten noch Details in der Versorgung, zum Beispiel mit Masken, auf dem kleinen Dienstweg nachgesteuert werden. Während am Dienstag die letzten Rückkehrer in die Grundschulen kamen, freute sich die erste Gruppe der Kita-Kinder. Rund 900 Mädchen und Jungen bereiten sich jetzt drei Wochen lang im Rahmen eines Vorschulprojektes auf ihren nächsten wichtigen Lebensabschnitt vor. Auch hier gab es keine Schwierigkeiten – aber dafür erhöhten Redebedarf. "Das Mitteilungsbedürfnis der Kinder war naturgemäß nach den vielen Wochen groß. Doch trotz aller Freude über die Rückkehr verhielten sich die meisten sehr diszipliniert, übten das Händewaschen und bemühten sich sogar um Abstand", weiß der Bürgermeister. Er danke den Eltern, die die Kitas unterstützten und ihre Kinder bereits vorbereitet hätten, aber auch den Fachkräften in den Einrichtungen. "Sie übernehmen jetzt die verantwortungsvolle Aufgabe, den Kindern in dieser schwierigen Zeit einen guten Start in die Schule zu ermöglichen. Gleichzeitig geben sie ihnen eine Plattform, um die letzten Wochen zu verarbeiten."

Foto: Schule und Schüler vermissen einander - seit Dienstag sind alle Jahrgangsstufen wieder am Start.
Foto: Hygiene und Abstand: Grundschule zu Corona-Zeiten.
Fotos: Stadt Hanau

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