Vierlinge im Hanauer Klinikum sind wohlauf

Hanau

Ende November vergangenen Jahres erblickten Vierlinge im Klinikum Hanau die Welt. Das hat es seit mindestens 40 Jahren nicht mehr gegeben. Die kleine Hira Nur, ihre Schwester Halide Naz und die beiden Brüder Beraat und Mirac wurden in den vergangenen elf Wochen im Mutter-Kind-Zentrum Hanau, Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1), kräftig aufgepäppelt und haben ihr Gewicht mittlerweile mehr als verdoppelt.

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Davon machte sich nun auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky ein Bild und besuchte die Vierlinge auf der Früh- und Neugeborenen-Intensivstation des Klinikums Hanau. Der Oberbürgermeister hat die Ehrenpatenschaft für die vier Kleinen übernommen und übereichte Mutter Sevim und Vater Ahmet bei seinem Besuch auf der Neugeborenenintensivstation des Klinikums nun die offiziellen Urkunden. Die Dokumente bestätigen jedem Kind, die vom Oberbürgermeister übernommene Ehrenpatenschaft.

„Wir sind mit der Entwicklung der Vierlinge sehr zufrieden, es ist uns gelungen bei allen Kindern die gefürchteten Komplikationen einer extremen Frühgeburt zu verhindern“, betont der Ärztliche Leiter der Früh- und Neugeborenenintensivstation, Dr. Bernhard Bungert. Er und sein Team freuen sich sehr über den guten Zustand der vier Geschwister. Zwischen 2600 und 2900 Gramm wiegen sie mittlerweile. Bei ihrer Geburt am 29. November 2011 brachten die Vier gerade einmal 1100 bis 1200 Gramm auf die Waage.

Die Vierlinge lagen beim Besuch von Claus Kaminsky schon alle in einem normalen Kinderbett. „Sie halten ihre Körpertemperatur völlig eigenständig“, berichtet die Bereichsleiterin der Pflege, Martina Wichels. „Die Frühchen trinken nach eigenem Bedarf und schaffen mittlerweile auch mal gerne 130 Milliliter“, erzählt die Kinderkankenschwester stolz. Zusätzlichen Sauerstoff benötigen sie nicht. Oberbürgermeister Kaminsky war begeistert, wie fit die Kleinen mittlerweile sind. Er gratulierte nochmals allen Beteiligten: „Das war eine tolle Leistung der Mama, aber auch des gesamten Teams des Mutter-Kind-Zentrums Hanau“. Die Vierlings-Eltern freuten sich sehr über den Besuch des Oberbürgermeisters und gaben dem Ehrenpaten sogleich eines der kleinen Mädchen auf den Arm. Als Geschenk brachte Claus Kaminsky der Familie Babyfläschen, eine ganze Menge Windeln und für jedes Baby ein Willkommenspaket der Stadt Hanau mit.

Die Hanauer Vierlinge sind in der 28. Schwangerschaftswoche und damit rund zwölf Wochen zu früh auf die Welt gekommen. „Vierlinge werden immer früh geboren, die Risiken sind vielfältig“, erklärt Chefarzt der Frauenklinik, Privatdozent Dr. Thomas Müller. „Das Mutter-Kind-Zentrum Hanau ist als einziges Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) im Main-Kinzig-Kreis spezialisiert auf die Entbindung von Mehrlingen und Risikoschwangerschaften“, betont der Ärztliche Direktor Dr. André Michel. Dazu gehören beispielsweise Gestationsdiabetes, Fehlbildungen, Wachstumsverzögerungen des Kindes oder Frühgeburtlichkeit. Aber auch bei einer normalen Schwangerschaft schätzen viele Eltern diese Rundumversorgung und entscheiden sich für eine Entbindung im Klinikum Hanau. Von dem hohen Qualitätsstandard profitierten auch die Vierlings-Eltern aus Hanau und ihre Babys. Die vier neuen Hanauer wurden kurz nach dem Besuch ihres Ehrenpaten aus dem Krankenhaus entlassen.

 


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