Gebühren: Hanau sieht sich im Ranking weit vorne

Hanau
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"Unter den hundert größten deutschen Städten mit den günstigsten Abwassergebühren auf Rang vier zu liegen, das zeugt von der Leistungsstärke unseres Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service", betont Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Stadtrat Thomas Morlock (FDP) hebt zudem hervor, dass Hanau bei dem Ranking des Wohneigentümerverbands Haus & Grund Deutschland zum wiederholten Mal im Spitzenfeld liege. Die Abwasserentsorgung in der Brüder-Grimm-Stadt nehme dabei "nicht nur jetzt, sondern seit Jahren eine Spitzenposition" ein. Mit dem Sprung von Platz 7 vor drei Jahren jetzt auf den vierten Platz habe sich Hanau nochmals gesteigert.

Im Auftrag von Haus & Grund hat die IW Consult GmbH bei ihrem durchschnittlichen Gebührenvergleich die jährlich zu leistende Zahlung eines Vierpersonenhaushalts mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern zugrunde gelegt. Dabei zeigt sich, dass Hanau mit 334,98 Euro 2020 noch besser abschneidet als 2017 mit 346,55 Euro. Hier spielt Morlock zufolge die seit 2017 geltende Gebührenentlastung von zehn Prozent eine Rolle. Zudem zeige es, "dass unser Eigenbetrieb gut wirtschaftet".

Hanau ist als Viertplatzierte hinter Worm, Ludwigsburg und Karlsruhe zugleich die hessische Stadt, die im Ranking am besten abschneidet. Frankfurt ist abermals auf Rang sechs gelandet, Darmstadt auf Platz 47 und Wiesbaden auf Platz 56, Gießen an 61. und Offenbach an 62. Stelle, Kassel schließlich wird 70. Unter diesen hessischen Städten gibt es einen Gebührenunterschied von rund 284 Euro zwischen Hanau als der günstigsten und Kassel als der teuersten.

"Sicherlich lassen sich die Städte zum Teil nur bedingt vergleichen, was die Rahmenbedingungen angeht", gibt OB Kaminsky zu bedenken. Freilich habe Hanau als Industriestadt und aufgrund der geografischen Struktur und damit verbundener mehr als 350 Kanalkilometer "durchaus Voraussetzungen, die für die Kosten herausfordernd sind". Hinzu komme, dass Hanau "stetig wächst und an der Schwelle zur Großstadt steht". Umso erstaunlicher sei daher die "herausragende Position im aktuellen Gebührenranking". Die wachsende Stadt bringe mit sich, dass "Fixkosten der Abwasserentsorgung auf mehr Schultern verteilt werden und Einzelhaushalte damit finanziell entlastet werden".

Bei der Rangliste zu beachten ist aus Sicht von HIS-Betriebsleiter Markus Henrich, dass es sich um eine "Modellrechnung" handelt. Dieser sei eine kleine Familie zugrunde gelegt, die in einem Einfamilienhaus wohnt, das auf einem relativ kleinen Grundstück steht. Dies werde sicher nicht allen Aspekten zur Abwassergebührenkalkulation gerecht, dennoch sei es repräsentativ und aus Vergleichsgründen spreche nichts gegen das Verfahren.

In Hanau werden seit 2004 separate Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser erhoben. "Das ist auch sozial gerechter als die Kostenumlage ausschließlich auf der Grundlage des Frischwasserbezugs", findet Stadtrat Morlock. In Hanau bezahlten Menschen, die in einem Wohnblock oder Hochhaus wohnen, pro Einwohner geringere Gebühren als Einwohner in einem großen Haus auf einem entsprechend bemessenen Grundstück.

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