Untersuchungen zum Tod von Wildpferd Adina abgeschlossen

Hanau

Die im Oktober 2011 plötzlich und unerwartet auf dem Hanauer Naturreservat Campo Pond verstorbene zweijährige Przewalski-Stute Adina ist möglicherweise an einem übermäßigen Genuss von Eicheln verstorben.

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Diese Vermutung lässt der Untersuchungsbericht des Landesbetriebs des Hessischen Landeslabors in Gießen zu, der jetzt zum Abschluss kam. "Die Stute wies keinerlei äußere Verletzungen auf und ein Tod aufgrund langfristiger Erkrankungen oder Organanomalien kann auch ausgeschlossen werden. Der eindeutige Nachweis einer Vergiftung konnte ebenfalls nicht erbracht werden", erläutert Tierärztin Dr. Nicole Schauerte vom Frankfurter Zoo, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Christina Geiger die medizinische Versorgung der Przewalski-Pferde gewährleistet. "Die Untersuchung des Mageninhaltes ergab eine große Menge an Eicheln. Es ist bekannt, dass Pferde sehr unterschiedlich auf Eicheln reagieren können und es sind Fälle bekannt, bei denen es auch vereinzelt zu Todesfällen bei Pferden nach dem übermäßigen Verzehr gekommen ist", berichtet Schauerte weiter. Im Normalfall würden Pferde instinktiv nur wenige Eicheln verzehren. Es sei ungewöhnlich, dass das Tier so viele Eicheln gefressen habe. "Da es keinen anderen schlüssigen Hinweis auf die Todesursache gibt, lässt der Pathologiebefund jedoch vermuteten, dass die Eicheln den Tod des Pferdes verursacht haben könnten."

Eicheln stellen nur im frischen, grünen Zustand eine Gefahr für Pferde, da sie dann sehr viel Gerbsäure (Tannin) enthalten. Braune Eicheln sind nach Meinung der Experten kein Problem. Daher ist der für Pferde kritische Zeitraum auch auf wenige Wochen begrenzt. Christoph Goebel Leiter des Bundesforstbetriebs Schwarzenborn, der für die Haltung der Tiere verantwortlich zeichnet, will für in Zukunft für diesen Zeitraum Sicherheitsmaßnahmen treffen. "Als Reaktion auf den Vorfall werden die Pferde zukünftig während des Eichelwurfes von den Eichen auf der neuen Koppel ferngehalten und in dieser Zeit auf die alte Koppel geleitet, auf der keine Früchte tragenden Eichen stehen." Beide Koppeln, sind durch ein Gatter getrennt, dass bei Bedarf geschlossen werden kann.


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