FDP in Karl-Rehbein-Schule: "Außergewöhnliche Entwicklung"

Hanau
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„Die Corona-Krise konnten wir gut meistern, da wir auch digital gut aufgestellt sind. Aber die Menschlichkeit des Präsenzunterrichts ist in der Pädagogik nicht wegzudenken“, weiß der Schulleiter der Karl-Rehbein-Schule, Jürgen Scheuermann.

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Hintergrund dieser Aussage war der Besuch von FDP-Vertretern, die sich über die aktuelle Situation vor Ort an den Schulen nach dem Corona-Lockdown an der Karl-Rehbein-Schule informierten. Hierbei wurde auch ein besonderer Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre geworfen, die der ehemalige Schuldezernent der Stadt Hanau und jetzige ehrenamtliche Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Prof. Dr. Ralf-Rainer Piesold, als außergewöhnlich bezeichnet.

„Als ich 2005 die Karl-Rehbein-Schule erstmals als damaliger verantwortlicher Politiker besuchte, war die Situation noch trostlos. Es ist der Verdienst von Jürgen Scheuermann, dass er das Potential der Schulgemeinde und des Standorts erkannt und die Schule soweit gebracht hat“, stellt der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete und ehemalige Wirtschaftsdezernent der Stadt Hanau, Prof. Dr. Ralf-Rainer Piesold, fest und ergänzt: „Eine der größten Leistungen eines Schulleiters seit 75 Jahren“.

„Herr Dr. Piesold erkannte weitsichtig als einer der ersten, dass hier ein Investitionsstau war und dass eine Schulgemeinde Pläne hatte und darauf brannte etwas zu verändern“, ergänzt Jürgen Scheuermann. Die Schule ist in allen Bereichen weiterentwickelt worden. Baulich durch die vollständige Renovierung und die Erweiterung durch den Bau der Mensa und der Integration des Gebäudes der ehemaligen Schlossplatzschule. Hier hat auch die Leiterin des Eigenbetriebes Bau und Immobilienmanagement, Hiltrud Herbst, einen außergewöhnlichen Job gemacht. Scheuermann hat auch die Außenwirkung durch das musikalische und sportliche Angebot immens erweitert und so die Schulgemeinde immer wieder begeistert. Zudem hat er der Schule mit seinen Schulpartnerschaften ein internationales Flair gegeben, von dem die ganze Stadt profitiert.

„Die Schulvereinbarung mit dem Main-Kinzig-Kreis, die in den ersten 7 Jahren 8 Mio. Euro Mehreinnahmen für Hanau brachte, war die Initialzündung für diese positive Entwicklung. Mit dem Teil, den man für die Karl-Rehbein-Schule zur Verfügung stellen konnte und dem damaligen Konjunkturprogramm waren die Investitionen in den Umbau zu stemmen“, erinnert Dr. Piesold. Auch später hat die Stadt Hanau von der Schule profitiert. So hat sie aufgrund der ersten Verlängerung der Schulvereinbarung ca. 3,5 Mio. Euro erhalten und bekommt durch die weitere Verlängerung bis 2024 immerhin noch 1,5 Mio. Euro.

Der Vorsitzende der FDP-Hanau, Henrik Statz, der gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins der Hohen Landesschule ist, bestätigte dies: „Die drei Hanauer Gymnasien haben sich in dieser Zeit alle positiv entwickelt und stehen insgesamt gut da. Für die Zukunft wäre es wünschenswert, dass alle drei Schulen hinsichtlich räumlicher Qualität, Lehrerversorgung und Ausstattung auf Augenhöhe sind.“

„Dies ist auch einer der Gründe, weshalb so viele Eltern aus dem Umland ihre Kinder auf Hanauer Schulen schicken“, führt die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende, Anke Pfeil, an und weist darauf hin, wie wichtig es gerade für Kinder aus Kommunen ohne eigene weiterführende Schule ist, Hanauer Schulen auch in der Zukunft besuchen zu können. Vor dem Hintergrund, dass nicht nur Hanau, sondern auch die umliegenden Gemeinden stetig wachsen, muss gewährleistet sein, dass das gute schulische Angebot Hanaus weiterhin auch externen Kindern offensteht.

„Die Schülerinnen, Schüler und ihre Eltern bringen sich ein. Die Schule lebt von der Gemeinschaft und dem Willen etwas zu gestalten. Dafür brauchen wir auch das Umland“, unterstreicht Jürgen Scheuermann deutlich, dass die Kinder aus den Anrainerkommunen eine Bereicherung für seine Schule seien. Auch in der Frage Digitalisierung sei die Schule gut aufgestellt, stellt der Studienleiter der Karl-Rehbein-Schule, Rainer Gimplinger, fest. Die Karl-Rehbein-Schule verfüge über eine gute Breitbandanbindung und könne den Schülerinnen und Schülern somit schnelles Internet zur Verfügung stellen.

„Im Main-Kinzig-Kreis ist der verhältnismäßig gute Ausbau der digitalen Infrastruktur Standard, leider jedoch hinkt die Stadt Hanau hier deutlich hinterher, da außer der Karl-Rehbein-Schule nur zwei weitere Schulen in Hanau so gut ausgestattet sind“, betont Piesold. Der Vorsitzende der FDP-Hanau, Henrik Statz sagt zu, dass er sich dafür einsetzt, dass dieser Zustand sich ändere: „Es ist gut, dass die Initiativen des Digitalpakts auch in Hanau vorankommen. Wir müssen aber auch dafür Sorge tragen, dass die Digitalisierung nicht bei Infrastruktur und Hardware endet, sondern, dass Lehrer durch gezielte Schulungsmaßnahmen die neuen Möglichkeiten souverän einsetzen können und alle Schüler, unabhängig von der IT-Ausstattung zu Hause, davon profitieren.“

„An der Karl-Rehbein-Schule kann man deutlich erkennen, wie Menschen, die gemeinsam etwas gestalten, auch etwas Großartiges schaffen können. Man kann eine gewachsene Schule, wie beispielsweise die Karl-Rehbein-Schule oder die Hohe Landesschule nicht einfach auf der grünen Wiese neu bauen, wie manche heute so meinen. Deswegen muss die Schulvereinbarung über das Jahr 2024 weiter bestehen bleiben“, mahnt Dr. Piesold und stellt abschließend fest: „Kooperation ist besser als Konfrontation, das gilt auch für die Stadt Hanau und den Main-Kinzig-Kreis.“

Foto (von links): Prof. Dr. Piesold, Rainer Gimblinger, Anke Pfeil, Jürgen Scheuermann, Henrik Statz.

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