Am Freitag, 15. Februar, jährt sich der 25. Todestag von Hanaus langjährigem Bürgermeister Dr. Hermann Krause.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky erinnert in diesem Zusammenhang an Krause, der am 1. Mai 1945 von den Amerikanern zum Bürgermeister verpflichtet wurde und das Amt mehr als 21 Jahre lang ausübte. Kurz nach dem Krieg fungierte Krause auch vorübergehend als kommissarischer Oberbürgermeister. Am 17. Juli 1946 wurde Karl Rehbein zum Oberbürgermeister und Hermann Krause zum Bürgermeister gewählt. In diesem Amt war er bis 1966 tätig.
"Dr. Hermann Krause hat sich mehr als 21 Jahre lang in Hanau als Kommunalpolitiker, Bürgermeister und Kämmerer tatkräftig zum Wohle der Bürger engagiert", so Kaminsky. "Er initiierte und begleitete maßgeblich alle Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg und prägte somit auch das Bild der Stadt Hanau mit."
In der schwierigen Nachkriegszeit habe er Oberbürgermeister Karl Rehbein mit allen Kräften dabei unterstützt, die Versorgung der Bevölkerung zu sichern und Wohnraum zu schaffen. "Auch handelte er sehr resolut, wenn es galt, Hanauer Kulturgüter zu retten", so der OB. "Wie Zeitzeugen berichten, ließ Krause den Bibliotheksraum der Wetterauischen Gesellschaft zumauern, um Unbefugten den Zutritt zu verwehren und brachte die Bücherei der Zeichenakademie in Sicherheit, damit sie nicht verheizt wurde."
Hermann Krause wurde am 13. August 1908 in Hanau geboren, besuchte die Hanauer Mittelschule und legte 1927 auf der Hohen Landesschule sein Abitur ab. Anschließend studierte er in Königsberg, Berlin und Frankfurt Jura, Geschichte, Volkswirtschaft und Theologie. 1933 promovierte er zum Doktor der Rechte. Von 1934 an arbeitete er bis zum Kriegsende 1945 im Königsberger Evangelischen Konsistorium, ehe er in seine Heimatstadt Hanau zurück kehrte. Hier gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der örtlichen CDU. 1954 bis 1970 war er Mitglied des Hessischen Landtags. Ebenfalls war er tätig als Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzerverbandes Hessen, Mitglied der Verbandsversammlung und des Verwaltungsausschusses des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und ab 1959 auch Mitglied der dritten Bundesversammlung.
Für seine Verdienste erhielt Hermann Krause 1968 die "Freiherr-vom-Stein-Plakette" des Landes Hessen und zehn Jahre später die Ehrenplakette der Stadt Hanau in Gold verliehen. Im Stadtteil Lamboy im Wohngebiet Francoisgärten ist eine Straße nach ihm benannt. Krause verstarb am 15. Februar 1988 in Bad Kissingen. Sein Grab befindet sich auf dem Hanauer Hauptfriedhof. Die Stadtverwaltung wird anlässlich seines Todestages dort einen Kranz niederlegen.
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