Trickdiebe in Hanau: Rentner verliert sechsstelligen Betrag

Hanau
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Nahezu die gesamten Ersparnisse eines Hanauers erbeuteten Trickbetrüger dieser Tage mit ihrer perfiden Masche. Wie die Kripo inzwischen ermittelte, meldete sich Mitte September der angebliche "Cousin" des Rentners und täuschte eine Notlage vor. Er habe einen Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten und Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro verschuldet. Nun sei der "Cousin" in einer prekären Situation und müsse eine hohe Sicherheitsleistung hinterlegen.

Weil er seinem Verwandten natürlich helfen wollte, übergab der Hanauer einer dunkelhaarigen jungen Frau, die von kräftiger Statur war und sich als Bankangestellte ausgab, zunächst einige kleinere Goldbarren. Offenbar dadurch animiert, folgten weitere Telefonate der Betrüger, die letztendlich dazu führten, dass die trickhaften Gauner Wertgegenstände und Bargeld in sechsstelliger Höhe erbeuteten. Nun ermittelt die Kripo und bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Tat. Die Kriminalbeamten fragen:

Wem ist im Zeitraum vom 16. bis 22. September im Stadtteil Hohe Tanne eine recht junge, stämmige Frau mit dunklen Haaren und schwerfälligem Gang aufgefallen, die einen Bast- oder Weidenkorb bei sich hatte und grau gekleidet war? Die Frau, die eine bunte Corona-Gesichtsmaske trug, war mehrfach an der Wohnung des Pensionärs und könnte unter Umständen Anwohnern oder Passanten aufgefallen sein.

Möglicherweise stieg die Abholerin in ein in der Nähe abgestelltes Auto. Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Hanau unter der Rufnummer 06181 100-123 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Immer wieder warnt die Polizei vor den Maschen solcher Trickbetrüger, die bei zumeist älteren Menschen anrufen, sich als Verwandte ausgeben und eine finanzielle Notlage vortäuschen. Damit man nicht selbst Opfer solcher Trickbetrüger wird, rät die Polizei:

   - Seien Sie argwöhnisch, wenn "Verwandte" Sie am Telefon um Geld oder Wertgegenstände bitten.

   - Stellen Sie Rückfragen, die nur tatsächliche Familienangehörige beantworten können.

   - Händigen Sie Fremden, die als "Vertrauensperson" angeblicher Verwandter kommen, niemals Bargeld aus!

   - Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens und bitten Sie diese um Hilfe bei der Klärung.

   - Lässt sich der Sachverhalt hierdurch nicht klären, informieren Sie bitte sofort die Polizei!

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