Neue Lastenverteilung auf Hauptbahnhofbrücke

Hanau
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"Die 1958 in Betrieb gegangene Hauptbahnhofbrücke hat nach sachverständiger Bewertung ihre statischen Belastungsgrenzen erreicht", erklärt Hanaus Stadtrat Thomas Morlock (FDP).

Deshalb muss sie in den nächsten Jahren für schätzungsweise rund 30 Millionen Euro erneuert werden, um dem über die Jahrzehnte stark angestiegenem Verkehr und der hohen Belastung durch Lkw-Verkehr besser gewachsen zu sein. Damit die Schwerlasten auf der leicht geneigten, rund 120 Meter langen Bahnüberführung das Bauwerk bis dahin nicht mehr so intensiv in Anspruch nehmen und Lkw-Durchgangsverkehr vermindert wird, lässt der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) derzeit die Fahrbahnzahl von drei auf zwei Spuren verringern.

Das bedeutet, dass in Richtung Süden keine eigene Linksabbiegerspur mehr in die Auheimer Straße gegeben ist, sondern nur eine Fahrspur für diese Beziehung und in Richtung Westerburgstraße verbleibt. Wer von der Ehrensäule aus vor der großen Kreuzung und der Brücke mit dem Auto nach links auf den Parkplatz "Am Alten Hauptbahnhof" zwischen den Gleisen abbiegen will, findet dafür weiterhin eine separate Spur vor. Die ist in den nächsten Jahren auch dafür notwendig, dass Lastwagen die Baustelleneinrichtung für die barrierefreie Umgestaltung des Hauptbahnhof-Südteils, der künftigen Nordmainischen S-Bahn, eines neuen Elektronisches Stellwerks sowie der Ausbaustrecke Hanau-Gelnhausen-Fulda erreichen können.

HIS und die städtische Straßenverkehrsbehörde nutzen die Neumarkierungen zugleich dafür, den Radverkehr aus Richtung Ehrensäule und vom nordwestlichen Bahndamm her über die Fahrbahn auf die östliche Fahrbahnseite zu verlagern. Dafür entsteht am Brückenanfang eine Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte. Hintergrund für diese Neuerung ist, dass der westliche Radweg hinter der Brücke in der Westerburgstraße im Nichts endet – im Gegensatz zur gegenüberliegenden Straßenseite. Daher soll der Radverkehr auf diesem Weg sicherer gelenkt werden. Sperrschranken verwehren vor der Brücke die Weiterfahrt auf dieser Seite.

Für den motorisierten Verkehr aus der Auheimer Straße ändert sich in Richtung Westerburgstraße nichts. Wer rechts abbiegt und die Ehrensäule ansteuert, hat auf der rechten Fahrbahnseite lediglich neue Leitschwellen zu berücksichtigen. Diese dienen auf der Brücke an beiden Rändern dazu, die Fahrbahn leicht zu verengen. Die Brücke überfahren dürfen Busse und Lastwagen mit einem maximalen Gesamtgewicht von 28 Tonnen. Die entsprechen Hinweisschilder stellen Hessen Mobil an der Bundesstraße 43 a und der städtische Bauhof an umliegenden Straßen bis in den November hinein auf, wobei auf Alternativrouten hingewiesen wird.

HIS hat sich die Brückenbelastung durch die veränderte Fahrbahnführung eigens von dem externen Ingenieurbüro als machbar bestätigen lassen, das die Hauptbahnhofbrücke von diversen statischen Überprüfungen her schon kennt. Der städtische Eigenbetrieb will westlich des bestehenden Bauwerks eine neue Spannbetonbrücke bauen lassen. Zugleich muss der Straßenanstieg zur neuen Brücke auf beiden Seiten um 20 bis 30 Zentimeter angehoben werden, damit die DB die Oberleitung für die Züge an der Hauptbahnhofbrücke höher als bisher anordnen kann. Was übrigens bedeutet, dass sich die Deutsche Bahn an den Neubaukosten für die Brücke beteiligen muss.

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