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"Wenn alle Neubauten in der Südlichen Innenstadt vollendet und diese entscheidend aufgewertet ist, dann wird das die Ausstrahlung dieses hochbedeutenden Hanauer Baudenkmals nochmals heben", sagte er bei einem Treffen mit Pfarrer Torben W. Telder, dem Präses-Ältesten Hans Lückhardt und Wolfgang Zöller, Geschäftsführer der Kathinka Platzhoff Stiftung, die neben der niederländischen Kirchenhälfte ihre Familienakademie unterhält. Pfarrer Telder nannte als mit dem Denkmalschutz verabredetes Ziel, die Außenmauern der wallonischen Hälfte im Zustand von 1945 zu erhalten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Doppelkirche zerstört und die Hülle der dachlosen wallonischen Hälfte bewusst als Ruine und Mahnmal belassen.

An der Paradiesgasse haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Dort lässt sich der Unterschied zwischen erneuertem und noch nicht saniertem Gemäuer schon auf den ersten Blick erkennen. Denn der Sandstein ist entweder gesäubert und ergänzt sowie frisch verfugt oder er erscheint insgesamt dunkel und behandlungsbedürftig. Die Rahmen der offenen Fenstergiebel sind an der Unterkante gemäß dem Zustand von 1945 erneuert oder wirken teils porös, wo das noch nicht geschehen ist. Geschäftsführer Zöller erläuterte, dass nur noch wenige Handwerksbetriebe auf solche Sanierungsarbeiten spezialisiert seien. Steinrestauratoren und Bauwerkserhalter des hier wirkenden Unternehmens aus dem Odenwald waren auch schon an Weltkultur-Erbestätten wie dem Kloster Lorsch und dem Niederwaldpark in Rüdesheim im Einsatz.

Der Ende 2019 fachgutachterlich festgestellte dringende Sanierungsbedarf betrifft bei der Doppelkirche die komplette Fassade des Gotteshauses inklusive der Fensterbögen der Ruine. Darüber hinaus ist das gesamte Dach der Niederländischen Kirche neu einzudecken. Wegen des geringeren Witterungsschutzes zeigt sich beide der dachlosen Ruine ein höherer Sanierungsbedarf. Daher haben die Arbeiten am Mauerwerk dieses Teils der Doppelkirche begonnen und sollen bis zum Spätsommer 2021 dauern. Die Renovierung von Fassade und Dach der Niederländischen Kirche folgen im zweiten Abschnitt. Die Denkmalschutzbehörden der Stadt und des Landes Hessen waren in die Sanierungsplanung mit einbezogen. Als Gesamtvolumen für die bis 2023 geplante Sanierung haben Kirchengemeinde und Stiftung als Gebäudeeigentümer 2,25 Millionen Euro errechnet. Die Stadt Hanau gewährt einen Zuschuss von 700.000 Euro. Eine große Menge an Steinblöcken sowie bröselnder Sandstein wurden bereits abgetragen und teils eingelagert, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Um dieser zu genügen, ist die Baustelle auch durch Baken und Zäune auf dem erneuerten Wallonisch-Niederländischen Kirchplatz abgesperrt.

Foto: OB Claus Kaminsky (Zweiter von rechts) beim Treffen mit Pfarrer Torben W. Telder, Wolfgang Zöller als Geschäftsführer der Kathinka Platzhoff Stiftung und dem Präses-Ältesten Hans Lückhardt (von links). Foto: Stadt Hanau

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