Weiteres Hilfspaket für Handel und Gastronomie

Hanau
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Die Stadt Hanau hat ein drittes Hilfspaket zur Linderung der Corona-Folgen auf den Weg gebracht. Magistrat und Haupt- und Finanzausschuss stimmten am Montag einem weiteren Paket mit einem Finanzvolumen von 1,5 Millionen Euro zu, mit dem Handel und Gastronomie unterstützt werden sollen. "Unsere bisherigen Maßnahmen waren erfolgreich. Da insbesondere die Gastronomie durch die erneute Schließung aber nochmals gebeutelt wird, stocken wir unsere finanziellen Hilfen auf", erläutert Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

Im Fokus stehen dabei Zuschüsse für Anschaffungen und Maßnahmen zur Erfüllung der Hygiene-Auflagen. "Wir wollen die Gastronomie dabei unterstützen, sich für die Wiedereröffnung zu wappnen", so Kaminsky. Dies gelte insbesondere für die Ertüchtigung der Außenbereiche, etwa durch Pavillons. "Wenn die Gastronomie wieder öffnet, werden die Menschen vor allem draußen sitzen wollen. Damit sie das wetterunabhängig tun können, gewähren wir Zuschüsse für die erforderlichen Anschaffungen", erklärt Kaminsky.

Bis zu 50 Prozent der Kosten und bis maximal 5000 Euro können Gastronomen erhalten. Voraussetzung ist, dass sie sich dem Hygienecheck der Stadt Hanau unterzogen haben sowie die Auflagen auch dauerhaft einhalten. "Sollte es zu Hygieneverstößen kommen, wären die Zuschüsse natürlich zurückzuzahlen", so der Oberbürgermeister. Vor der Zuschussgewährung werden zudem die wirtschaftliche Perspektive sowie die Tragfähigkeit der geplanten Maßnahmen überprüft. Sollten alle Parameter erfüllt werden, können auch Hygiene-Investitionen für den Innenbereich bezuschusst werden, etwa für Lüftungsanlagen oder Trennscheiben. "Wir werden jeden Fall möglichst unbürokratisch prüfen, um schnell und flexibel Hilfe leisten zu können", erklärt Kaminsky. Gastronomen, die eine entsprechende Beratung in Anspruch nehmen wollen, können sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden – mit einer möglichst präzisen Angabe der geplanten oder bereits getätigten Investition in Hygiene-Maßnahmen, idealerweise mit Kostenvoranschlägen beziehungsweise Rechnungen.

Zugestimmt hat der Haupt- und Finanzausschuss am Montag gemäß §51a HGO anstelle der Stadtverordnetenversammlung, deren Sitzung aufgrund der aktuellen Situation abgesagt wurde, auch einer Verlängerung der Grimmscheck-Aktion, bei der Kundinnen und Kunden für ihren Umsatz im Einzelhandel belohnt werden. "Diese Maßnahme ist ein großer Erfolg. Mit der Verlängerung geben wir dem Weihnachts-Geschäft nochmal einen Impuls", begründet Kaminsky. Bei der Aktion werden Umsätze bei den inzwischen mehr 250 Grimmscheck-Partnern in Hanau belohnt. Kundinnen und Kunden können die Kassenbons ihrer Einkäufe sammeln. Bei einem Gesamtwert von mindestens 50 Euro können sie die Bons vorlegen und erhalten einen Prämien-Grimmscheck, dessen Höhe gestaffelt ist und vom eingereichten Gesamtwert abhängt. Kassenbons können entweder einzeln ab einem Mindestwert von 50 Euro oder gesammelt (bei einem Mindestwert je Bon von 10 Euro) eingetauscht werden. Gültig sind ausschließlich Bons von Grimmscheck-Partnergeschäften; Kassenbons von Lebensmittel-, Getränke- und Baumärkten sowie von Drogerien werden nicht berücksichtigt. Auch der Kauf von Gutscheinen ist ab sofort nicht mehr anrechenbar. "Es kann ja nicht unser Ziel sein, mit Hanauer Steuermitteln unter anderem Onlineriesen wie Amazon zu unterstützen."

Ursprünglich war geplant, dass der Zeitraum, in dem die Einkäufe getätigt worden sein müssen, um die Kassenbons einzulösen, am 3. November endet. "Wir verlängern diesen Zeitraum jetzt bis zum 27. November und stocken deshalb auch die zur Verfügung stehenden Mittel auf", erläutert Hanaus OB. Weitere gute Nachricht für die Kundinnen und Kunden: Die Anlaufstelle, an der unter Vorlage der Kassenbons dann Grimmschecks abgeholt werden können, ist sogar bis zum 19. Dezember geöffnet. Es ist also ausreichend Zeit, sich den verdienten Bonus abzuholen.

Da sich an der bisherigen Ausgabestelle "HanauAufLaden" zuletzt lange Warteschlangen gebildet hatten, zieht der Service zudem um: Er ist ab Mittwoch, 4. November, im Rathaus-Foyer zu finden. Dort stehen mehr Kapazitäten zur Verfügung. Geöffnet ist die Ausgabestelle dann bis zum 19. Dezember montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr.

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