Schulentwicklungsplan für die weiterführenden Schulen liegt vor

Hanau
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Der Magistrat der Stadt Hanau gab in seiner jüngsten Sitzung den Weg frei für die Stadtverordnetenvorlage über den neuen Schulentwicklungsplan mit dem Titel "Schulorientierung Hanau 2020 – 24" für die weiterführenden Schulen in Trägerschaft der Stadt Hanau.

Sollten die Stadtverordneten am 14. Dezember zustimmen, wird der beschlossene Entwurf dem Hessischen Kultusministerium zur Genehmigung vorgelegt.

"In der Zwischenzeit wird der Magistrat die verschiedenen Projekte zusätzlich zu den bereits eingeplanten Schulbauprojekten in die Haushalts- und Investitionsplanung der Stadt Hanau aufnehmen und die Planungen vorantreiben", erläuterte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD). Zu den konkreten Vorhaben zählten die Schaffung einer Kooperativen Gesamtschule (KGS) mit Gymnasialer Oberstufe auf dem Gelände des derzeitigen Schulzentrums Hessen-Homburg und des Hessen-Homburg-Platzes sowie die Erweiterung der Lindenauschule von bisher sechs auf acht Parallelklassen pro Jahrgang in der Sekundarstufe I (5. – 10. Klasse). Ebenfalls vorgesehen sei die Sanierung und Modernisierung der Eppsteinschule und bedarfsgerechte Erweiterung des Realschulzweiges sowie die Schaffung einer Grundstufen-Dependance der Friedrich-Fröbel-Schule. Auch werde der Magistrat beauftragt, die Ursachen der parallel steigenden Zahlen an inklusiv beschulten Schüler*innen an Regelschulen und Schüler*innen an den Hanauer Förderschulen mit dem Staatlichen Schulamt und dem Hessischen Kultusministerium zu thematisieren und mögliche Strategieveränderungen zu erörtern, so Weiss-Thiel.

"Die Bevölkerungszahl in der Stadt Hanau ist seit 2010 deutlich angestiegen. Damit einhergehend steht auch die Schullandschaft in Hanau vor Veränderungen", erläuterte der Bürgermeister. Die in der "Schulorientierung Hanau 2020 – 24" thematisierten Entwicklungen im Bereich der Schulen ab Klasse 5 zeigten Handlungsbedarfe auf. "Die Ergebnisse des Schulentwicklungsgutachtens zeigen eindeutig, dass sich die Hanauer Schullandschaft weiterentwickeln muss", berichtete Weiss-Thiel. Dabei gehe es nicht nur um die Herausforderung ausreichenden Schulraum für die zu erwartenden Übergänge aus den Grundschulen der Stadt Hanau und für die aus dem Main-Kinzig-Kreis zu schaffen. Auch die voraussichtliche Entwicklung des Elternwillens bezüglich der Schulwahl sei zu berücksichtigen. "Die Schülerzahlentwicklung wird schon kurzfristig die weiterführenden Schulen der Stadt Hanau einholen, sodass ohne jeden Zeitverzug konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden müssen", betonte der Bürgermeister.

Zu den geplanten Maßnahmen zählt eine deutliche Aufstockung der Plätze im gymnasialen Bildungsgang, da hier der Zuspruch bei Schülerinnen und Schülern und bei den Eltern ungebrochen ist. Aus diesem Grund sollen die Gymnasien Karl-Rehbein-Schule und Hohe Landesschule auf jeweils acht Züge pro Jahrgang festgelegt werden. Auf dem Gelände des "Schulzentrums Hessen-Homburg" sowie nötigenfalls angrenzenden Freiflächen wird eine Kooperative Gesamtschule (KGS) mit gymnasialer Oberstufe geschaffen. Die großen Außenflächen werden um die beiden peripher auf dem Schulgelände liegenden Gebäude mit einer Spange verbunden und um einen gymnasialen Zweig mit vier Zügen erweitert. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Lindenauschule in Großauheim wird von derzeit sechs auf zukünftig acht Klassen pro Jahrgangsstufe in der Sekundarstufe I (5-10) erweitert. In wieweit dies in den bestehenden Gebäuden möglich ist, oder eine bauliche Erweiterung der Schule notwendig macht, wird geprüft. Die "KGS Otto-Hahn-Schule" wird weiterhin mit zehn Zügen betrieben. Dazu zählen pro Jahrgangsstufe eine Hauptschulklasse, drei Realschulklassen und sechs Klassen im gymnasialen Bereich. Die bereits im Haushalt vorgesehenen Baumaßnahmen werden fortgesetzt.

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