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Im gleichen Zeitraum nahm der Bestand an Autos um 19 Prozent zu. Beide Zahlen – mit zu erwartender steigender Tendenz – "machen die Herausforderung klar, künftig mit funktionsfähiger, sicherer und sauberer Mobilität mit allen Verkehrsträgern für hohe Lebensqualität zu sorgen", wie es Stadtrat Thomas Morlock zusammenfasst. Es gehe um einen "attraktiven Wohn-, Arbeits-, Einkaufs- und Freizeitstandort Hanau", dem diene das entstehende übergeordnete Mobilitätsleitbild. "Hanau leitet damit die Verkehrswende ein", erklärt der Stadtrat. "Mobilität für alle in einer wachsenden Stadt sicher zu stellen", habe höchsten Stellenwert. "Fuß- und Radverkehr sowie der ÖPNV erhalten mehr Raum", so der Verkehrsdezernent.

Die Handlungsfelder und Ziele des Mobilitätsleitbilds waren jetzt Thema im Struktur- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Anknüpfend an Erkenntnisse aus dem "Zukunft Hanau"-Debattenwochenende vom März 2019 führt ein Online-Stadtforum am Mittwoch, 10. Februar, ab 19 Uhr den seither wegen Corona unterbrochenen Bürgerbeteiligungsprozess fort. Informationen sind  bereits zu finden  unter https://zukunft-hanau.de.

Das Mobilitätsleitbild ist ein erster Baustein auf dem Weg zu einem Verkehrsentwicklungsplan mit den Handlungsfeldern Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV, motorisierten Individualverkehr (MIV), Parkraumbewirtschaftung, urbane Logistik und multimodale Mobilität mit verschiedenen Transportmitteln. Mit diesen Themenfeldern haben sich seit September 2020 bereits städtische und hinzugeladene Fachleute in mehreren Workshops befasst. Daraus ist die Ergebnispräsentation für die Stadtverordneten entsprungen, mit der sich der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung bereits befasste.

Im Grunde geht es nach den Worten von Stadtrat Morlock mit Mobilitätsleitbild und konkretem Verkehrsentwicklungsplan darum, "den vorhandenen knappen Verkehrsraum entsprechend den Bedürfnisse und Interessen der Menschen zukunftsfähig aufzuteilen". Zugleich müsse die Erreichbarkeit für alle Verkehrsarten gewährleistet sein, damit Hanau seiner Rolle als Oberzentrum gerecht werde und Berufs- und Einkaufspendler "nicht aus dem Auge verliert". "Grün statt Grau" – dieser schon beim Bürgerbeteiligungswochende 2019 geäußerte vorrangige Wunsch nach Flächenumwidmung spiele auch jetzt eine entscheidende Rolle. Der sogenannte Umweltverbund aus Fuß- und Radverkehr sowie Bussen und Bahnen sei mit Blick sowohl auf veränderte Mobilitätsbedürfnisse wie auf die Klimaziele der Stadt zu stärken. Das Mobilitätsleitbild sei insofern "auch der praxisorientierte Hanauer Weg in Richtung Verkehrswende".

Angebotspolitik sei dabei die prägende Grundidee hinter den formulierten Zielen des Mobilitätsleitbildes. Die Wahl des Verkehrsmittels orientiere sich an Qualität und Komfort der Verbindung. Morlock weiter: "Wir wollen den Hanauer Bürgerinnen und Bürgern, aber gerade auch den aus der Region Einpendelnden dazu attraktive Angebote für ÖPNV, Fuß- und Radverkehr sowie für das Auto bieten." Das gelte insbesondere für das Fahrrad, das durch die zunehmende Zahl von Pedelecs und die wachsende Beliebtheit während der Corona-Pandemie im Mittelpunkt stehe. Diesem Boom werde die "veraltete, unvollständige Infrastruktur" nicht gerecht, beschreibt Morlock den Nachholbedarf. Flache Landschaft und passende Siedlungsstruktur seien gute Voraussetzungen für mehr Radverkehr – erst recht für kurze Strecken. Darüber hinaus sei die Wegevernetzung in die Stadtteile und umliegenden Kommunen zu verbessern, ebenso die Qualität der Trassen. Diese Forderungen gehörten beim Bürgerbeteiligungs-Wochenende im März 2019 zu den meistgenannten im Themenkreis Mobilität.

Der Fußwegeanteil sei in Hanau "schon jetzt recht hoch", arbeiten die für das Mobilitätsleitbild gewonnenen Fachleute heraus. Um ihn weiter auszubauen, bedürfe es mehr Aufenthaltsqualität und weniger Hindernisse im Verkehrsraum. Zu diesen zählen vor allem auf Gehwegen geparkte Autos. In den Fußgängerzonen sollen "geeignete bauliche Maßnahmen" wie die in der Langstraße eingeführten steuerbaren Poller ein sichereres und angenehmeres Bewegen zu Fuß bewerkstelligen. Zur Aufenthaltsqualität beitragen sollen auch mehr geeignete Sitzbänke – so ebenfalls in der Langstraße. Für die Größe der Stadt erfahre der ÖPNV – zumindest vor der Pandemie – eine "erfreuliche Nachfrage", heißt es im Mobilitätsleitbild. Und weiter: Im RMV sei er "wesentlicher Bestandteil und Lösungsansatz zur Umsetzung der Verkehrswende".  Die Qualität lasse sich weiter steigern durch ein System mit Ruf-Kleinbussen (On-Demand), welches den Linienverkehr in geeigneten Stadtteilen ergänzt. Ähnlich klangen auch die Wünsche beim Bürgerbeteiligungswochenende im März 2019. Damit der klimaschädliche Kohlendioxidausstoß zurückgeht, seien für den MIV "steuernde Maßnahmen notwendig", so die Aussage im Leitbild. Ein Parkraum-Management soll helfen. Einströmende Verkehre sollen möglichst bereits am City-Ring "abgefangen" werden. Verkehrsberuhigung soll zu "verträglichen Geschwindigkeiten" führen. Parkende Fahrzeuge sollen noch mehr in Parkbauten stehen, damit der öffentliche Raum entlastet wird. Dabei gilt es Bewohnerautos aus dem Quartier gegenüber dem Zielverkehr zu bevorzugen. Der Ausbau des Auto- und Fahrradteilens – mittels entsprechender Digitalplattformen – soll den Verzicht auf den eigenen Pkw erleichtern; wobei solche Stationen verstärkt an Bahnhöfen auch zum Umstieg auf den ÖPNV anreizen sollen.

Was Lieferverkehre vor allem in der Innenstadt angeht, setzt sich die Stadt Hanau deren Bündelung zum Ziel. Abhol- und Verteilstationen zum Weitertransport beispielsweise mit dem Lastenrad sollen dabei mithelfen. "Steuernde Wirkung" verspricht sich Stadtrat Morlock hierbei auch von Pollern wie in der Langstraße, die Lieferdienste "zum Umdenken verleiten" sollen. In weiteren Verlauf der öffentlichen Diskussion liegt Morlock nun daran, Bürgermeinungen einzuholen und zu gewichten, in welcher Reihenfolge welche Handlungsschritte erfolgen sollen. "Freude am Gehen und Fahren" sei die Devise für die sogenannte Nahraummobilität zu Fuß oder per Rad. Die Bedienqualität des ÖPNV gelte er zu erweitern. Der motorisierte Individualverkehr müsse "stadtverträglicher" werden.  Denn beim Beteiligungswochenende im März 2019 habe sich klar gezeigt, dass das Verlangen der Bürgerinnen und Bürger, den motorisierten Individualverkehr in der Innenstadt zu reduzieren, deutlich gestiegen sei. Wobei er davon ausgehe, dass das "auch in jetzigen Corona-Zeiten noch der Fall ist".

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