Hanau plant Corona-Test-Zertifikat für sicheres Einkaufen

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Sicher einkaufen, genießen und erleben: Das ist das gemeinsame Ziel des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau, wenn Geschäfte, Restaurants und Dienstleister wieder öffnen dürfen. Um es den Hanauer Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Handel und der Gastronomie möglichst einfach zu machen, starten Kreis und Stadt das Pilotprojekt "Hanau-Ticket".

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Dabei handelt es sich um eine sichere und komfortable Smartphone-Lösung über die kostenlose Corona-App DAICY, die der Main-Kinzig-Kreis maßgeblich mit entwickelt hat. "Sobald die Corona-Infektionszahlen es erlauben, wird das Hanau-Ticket eine kostenfreie und komfortable Eintrittskarte in Geschäfte und Restaurants", erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). "Es ist ein fälschungssicheres Zertifikat für ein negatives Schnelltest-Ergebnis auf dem Smartphone, mit dem die Hanauerinnen und Hanauer einkaufen oder  genießen  können." Ab Mitte Mai wird das Hanau-Ticket in DAICY integriert sein. Das Hanau-Ticket ist Teil des Programms "Hanau handelt", mit dem die Stadt Handel und Gastronomie unterstützt.

Der Ablauf ist einfach: Interessierte laden sich die App auf ihr Smartphone, lassen sich in einem dem Projekt angeschlossenen Testcenter in Hanau auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen und erhalten ihr Testergebnis innerhalb von wenigen Minuten zur Aktivierung in der App. Das – negative – Testergebnis in der App ist das Hanau-Ticket, mit dem Nutzende im Einzelhandel und in der Gastronomie "einchecken" können. Dabei zeigt ein QR-Code die Gültigkeitsdauer von 24 bis zu 72 Stunden an, angepasst an branchenspezifische Vorgaben. Damit Händler, Dienstleister sowie  Gastronomen das Hanau-Ticket anerkennen können, benötigen sie ebenfalls nur die DAICY-App.

Das Hanau-Ticket vereinfacht auch die Abläufe in den Testzentren, die es stadtweit wohnort- und arbeitsplatznah gibt. Diese können die vorgenommenen Tests einfacher als bisher mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen abrechnen. Positive Ergebnisse leitet die App unmittelbar an das Gesundheitsamt weiter, so dass eine sofortige Unterbrechung von Infektionsketten möglich ist. "Diese standardisierten Meldewege werden die Arbeit in unserem Gesundheitsamt wesentlich erleichtern", sagt die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD).

"Indem die App Testzentren, Bürgerinnen und Bürger sowie Handel und Gastronomie unter einen Hut bringt, haben wir ein zuverlässiges Instrument an der Hand, welches das Test-Prozedere und die Nachweispflicht für alle Beteiligten enorm vereinfacht", stellt Kaminsky fest. "Ich freue mich sehr, dass Hanau hierfür erneut so partnerschaftlich mit dem Kreis zusammenarbeitet und als Modellstadt fungiert, so dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft diese sichere und unkomplizierte Lösung anbieten können." Der Main-Kinzig-Kreis hat Hanau für das Pilotprojekt ausgewählt, da die Stadt der größte Einkaufsstandort im Kreis ist und über ein dichtes Netz an Testzentren verfügt. Für die Einführung des Hanau-Tickets sind die Hanau Marketing GmbH und das Hygiene-Team der Stadt verantwortlich – "zwei tatkräftige städtische Einheiten, die in den vergangenen Monaten immer wieder ihre Kreativität und vor allem ihre Effektivität in der Pandemie unter Beweis gestellt haben", so Kaminsky. "Betreiber von Geschäften und Gastronomie müssen sich damit nicht um eine eigene Lösung für das Überprüfen von Testergebnissen ihrer Kundschaft kümmern – wobei es natürlich nur ein Angebot ist, selbstverständlich werden auch alle anderen Check-in-Lösungen wie zum Beispiel über die App Luca akzeptiert", betont der Oberbürgermeister: "Und natürlich werden auch Menschen ohne Smartphone das Hanau-Ticket nutzen können – dann in Papierform."

Die Gesundheitsdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler erläutert: "Der Main-Kinzig-Kreis hat bereits im November vergangenen Jahres für die Kontaktpersonennachverfolgung auf eine digitale Lösung gesetzt. Mit dem Know-How des Gesundheitsamtes wurde eine bestehende App so weiterentwickelt, dass sich eine spürbare Optimierung der Prozesse ergab." Das Kontakttagebuch wurde sukzessive angepasst und mit neuen Funktionen ergänzt. Daraus ist DAICY geworden. Wie die Erste Kreisbeigeordnete ausführt, biete die App ein größtmögliches Maß an Datensicherheit, Funktionalität und Nutzwert; sie basiere auf Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, der Ständigen Impfkommission, des Gesundheitsamtes und weiteren staatlichen Stellen. DAICY ist auch in englischer Sprache verfügbar, eigene Ansprechpartner bieten direkte technische und inhaltliche Unterstützung für Handel und Gastronomie an, was bei den gängigen Apps, etwa Luca, wegen der hohen Nachfrage derzeit schwierig ist. Die DAICY-App ist so programmiert, dass sie offene Schnittstellen zu allen anderen Systemen bietet – die Übergabe des Test-Zertifikats kann so auch an die Corona-Warn-App erfolgen, wenn diese Funktion dort verfügbar ist.

"Neben ihrem eigentlichen Nutzen wird DAICY nun auch ein starkes regionales Marketinginstrument, das den Einzelhandel enorm unterstützt", unterstreicht Kaminsky. So hat auch der städtische Einzelhandel über die Lenkungsgruppe Handel die App und das Konzept dahinter bereits positiv beurteilt. "Sind die Erfahrungen mit dem Hanau-Ticket erfolgreich, werden wir das Konzept gegebenenfalls im gesamten Kreis ausrollen", ergänzt Simmler.  Unter anderem gab es bereits mit der Stadt Bad Soden-Salmünster konkrete Gespräche über ein weiteres Pilotprojekt. In den kommenden beiden Wochen sollen nun zunächst die Hanauer Testzentren an das System angeschlossen sowie die verbleibenden Programmierarbeiten an der App vorgenommen werden. Mitte Mai soll das Hanau-Ticket in den Testlauf gehen. "Wir werden eine komfortable Lösung für Kunden, Händler und das Gesundheitsamt haben, wenn die Pandemie eine Öffnung der Geschäfte erlaubt", sind sich Kaminsky und Simmler einig. Und diese werde in der Pilotphase für alle Beteiligten kostenlos zur Verfügung stehen. Zu einem späteren Zeitpunkt fallen geringe Gebühren bei den angeschlossenen Testzentren an – Kunden und Händler nutzen DAICY mit allen Funktionen weiterhin kostenfrei.

Hinter der Entwicklung von DAICY steht das Unternehmen 2mt Software Solutions aus Fronhausen, "ein sehr agiles und versiertes Unternehmen", so die Erste Kreisbeigeordnete. Die Programmierer haben die App mit maximal offenen Schnittstellen entwickelt, so dass die Daten mit anderen Apps kompatibel sind. "Damit haben die Bürgerinnen und Bürger und wir als Gesundheitsamt ein zuverlässiges und passgenaues System und dennoch alle Freiheiten", erklärt Simmler. DAICY ist über die App-Stores von Apple, Google und Huawei erhältlich, auch für ältere Smartphones. Wer die App bereits nutzt, erhält die Updates automatisch. Weitere Infos finden sich auf der Webseite des Main-Kinzig-Kreises, www.mkk.de oder unter www.Daicy-app.de.

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