Zulieferfirmen sollen die Menschenrechte einhalten

Hanau
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Für die Stadt Hanau hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die Resolution "Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland" unterzeichnet.

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"Noch mehr Konsument:innen für einen fairen Einkauf zu sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass unsere  Produktion und unser Konsum über die Lebensweise von Menschen in anderen Ländern entscheidet, dazu trägt ein wirksames Lieferkettengesetz bei", sagte er zu Beginn einer Online-Diskussion. Zu dieser digitalen Veranstaltung mit neun Partner:innen von Nachhaltigen Netzwerken in der Region Hanau und in Hessen hatte die städtische Stabsstelle Nachhaltige Strategien eingeladen. Diskussionsteilnehmende waren   Anosha Wahidi, Referatsleiterin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Prof. Dr. Cornelia Füllkrug-Weitzel, ehemalige Präsidentin von "Brot für die Welt" und derzeit im Rat der Nachhaltigkeit beim Bundeskanzleramt engagiert, sowie der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe, der selbst am Entwurf des Lieferkettengesetzes mitgeschrieben hat.

Raabe unterstrich, dass verbindliche Standards zu schaffen künftig auch bedeute, Dumpingpreise zu verhindern.  Wenn das Gesetz nicht durchkomme, blieben die meist miserablen Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern des Globalen Südens bestehen. Immerhin habe es die SPD geschafft, 1000 Mitarbeiter:innen als Richtgröße für Unternehmen durchzusetzen, so dass diese von 2024 an verpflichtet sind darauf zu achten, dass Zulieferfirmen die Menschenrechte einhalten. Menschenrechtsberichte müssten mit dem neuen Gesetz an das kontrollierende Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle geschickt werden, das aus diesem Grund seinen Personalstamm eigens erhöhe.

Ministeriumsvertreterin Wahidi riet den Verbraucher:innen beim Kauf von Waren nach dem Herkunftsland und den Arbeitsbedingungen zu fragen. Zur Transparenz trage bei, wenn es verbindliche staatliche Siegel für nachhaltiges, sozial gerechtes Wirtschaften gäbe, an welche sich Unternehmen halten müssten. Für Unternehmen gebe es laut Lieferkettengesetz eine Pflicht zum jährlichen Berichten und zum Einsetzen von eigenen Beauftragten. Füllkrug-Weitzel und andere wiesen darauf hin, dass das Lieferkettengesetz eine Chance für die Unternehmen sein könne. Denn sie könnten die Qualität ihrer Produkte verbessern und langfristig auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen erlangen, die das nicht tun.

Anja Zeller (Grüne), Leiterin der Stabsstelle Nachhaltige Strategien, hebt hervor, dass Hanau als Fairtrade-Town und Teil der Rhein.Main.Fair-Metropolregion das Lieferkettengesetz unterstützt. Gabi Schaar-von Römer, Leiterin des städtischen Umweltzentrums, verweist auf das entsprechende Partner-Netzwerk mit 34 nachhaltigen Orte in Hanau und auf eine derzeitige Schaufensterausstellung, die beispielsweise über nachhaltige Mode informiere. "Es ist unsere Pflicht global Verantwortung zu übernehmen und lokal entsprechend zu handeln", unterstreicht Oberbürgermeister Kaminsky abschließend. Dank der lokalen Nachhaltigkeitspartner:innen werden die Hanauer Unternehmen tatkräftig unterstützt, diesen Grundsatz in Hanau immer weiter mit Leben zu füllen.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.umweltzentrum-hanau.de 

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