„Woher stammen eigentlich die Dinge im Museum?“

Linda Wiesner, Jüdisches Museum Frankfurt.

Hanau
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Linda Wiesner vom Jüdischen Museum Frankfurt hält am Donnerstag, 24. Juni, um 19 Uhr im Kulturforum Hanau einen Vortrag zum Thema "Woher stammen eigentlich die Dinge im Museum" – Zur Bedeutung von Provenienzforschung".

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Der Vortrag ist eine Veranstaltung der Städtischen Museen Hanau im Rahmen der Ausstellung "Leben im Krieg. Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg".

Die Provenienzforschung widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung der Herkunftsgeschichte von Kunstwerken und Kulturgütern mit ihren wechselnden Besitzverhältnissen und versucht diese möglichst lückenlos offenzulegen. Mit der Unterzeichnung der Washingtoner Erklärung von 1998 gewann die Provenienzforschung an öffentlichen Museen, Sammlungen und Bibliotheken an Bedeutung. Im Zuge der freiwilligen Verpflichtung, zwischen 1933 und 1945 aus jüdischem Besitz unrechtmäßig erworbenes Gut in Sammlungen zu identifizieren und mit den rechtmäßigen Eigentümern oder deren Nachfahren zu fairen Lösungen zu kommen, wurde in deutschen Museen eine Vielzahl von Projekten zur Untersuchung von Museumsbeständen angestoßen. Der Vortrag thematisiert die spannende und vielschichtige Arbeit der Provenienzforschung und ihre Methoden. Anhand von Beispielen aus ihrer Arbeit am Jüdischen Museum Frankfurt stellt die Referentin Linda Wiesner dieses zentrale Feld der Museumsarbeit vor.

Teilnahmebedingung ist die vorherige Anmeldung unter Telefon: 06181-295 1799 oder schriftlich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Veranstaltung findet vorbehaltlich der Corona-Schutzmaßnahmen statt. Ein aktueller negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesenen-Nachweis sind für die Teilnahme am Vortrag erforderlich. Veranstaltungsort: Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18a 63450 Hanau

Zur Ausstellung:
Die Ausstellung "Leben im Krieg. Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg", die im Dachgeschoss von Schloss Philippsruhe gezeigt wird, nimmt den 75. Jahrestag der Zerstörung Hanaus am 19. März 1945 zum Anlass für eine interaktive Präsentation. Dabei steht vor allem das Alltagsleben im Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt. Wer lebte unter welchen Bedingungen in Hanau? In einem Krieg, der intensiv vorbereitet wurde und immer umfassender in alle Bereiche des Lebens hineinwirkte. Durch einen bewussten erzählerischen Perspektivwechsel sollen die unterschiedlichen Aspekte des Lebens schlaglichtartig herausgearbeitet werden. Erstmals werden auch die erinnerungskulturellen Entwicklungen nach 1945 betrachtet und bis an die Jetztzeit herangeführt. Seit Anfang Juni sind auch Elemente der Stadtlaborausstellung "Ich sehe was, was du nicht siehst. Rassismus, Widerstand und Empowerment" des Historischen Museum Frankfurt in die Ausstellung integriert. In der Stadtlaborausstellung des Historischen Museums Frankfurt wurde das Thema Rassismus von rund 60 Stadtlaborant:innen beleuchtet. Angegliedert an die Ausstellung "Leben im Krieg – Perspektiven auf Hanau im Zweiten Weltkrieg", schlagen die Beiträge einen Bogen in die Gegenwart und zeigen, dass Rassismus auch heute präsent ist. Ergänzt werden die Frankfurter Beiträge von einer Posterausstellung zum Thema Rassismus von Schüler:innen des Leistungskurses Geschichte der Hohen Landesschule in Hanau.

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