Hanau wird Modellkommune für digitales Ansiedlungsmanagement

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Als einzige Stadt Hessens und nur eine von 15 in Deutschland wird Hanau am Projekt "Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung" teilnehmen.

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Knapp 300.000 Euro Fördergeld fließen damit zur Entwicklung einer digitalen Blaupause für vorausschauendes kommunales Management in die Brüder-Grimm-Stadt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky sieht den Zuschlag als Anerkennung für das innovative Stadtentwicklungs-Programm "Hanau aufLADEN", mit dem die Hanau Marketing GmbH (HMG) bereits seit zwei Jahren für die Innenstadt von morgen handelt.

"Unsere Vorreiterrolle zahlt sich damit nicht nur sicht- und erlebbar in der Innenstadt aus, sondern wird nun auch Teil einer Blaupause für andere Städte", freut sich der Oberbürgermeister über die Aufnahme in das Modellprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums. Nicht erst seit Corona arbeiten die städtische HMG und die Wirtschaftsförderung vor dem Hintergrund der Digitalisierung und eines veränderten Konsumverhaltens intensiv daran, die Vielfalt in der Hanauer Innenstadt zu erhalten. Mit "Hanau aufLADEN" betreibt die Stadt bereits seit 2019 ein aktives Innenstadt-Entwicklungsprogramm, mit dem Ladensterben verhindert und die City belebt werden soll. Instrumente und Ansätze dafür sind unter anderem die städtische Vorkaufsrechtssatzung, Pop-up-Stores, Förderprogramme und neue Gestaltungsideen für Freiräume. Zusammen mit dem beauftragten Institut für Handelsforschung (IFH) Köln soll nun eine digitale Plattform für vorausschauendes, proaktives Ansiedlungsmanagement geschaffen werden.

Gemeinsam mit weiteren 14 Modellstädten aller Größenklassen, die in das Projekt eingebunden sind, soll diese digitale Plattform als zentrales und vorausschauendes Management-Instrument für Gewerbe- und Handelsflächen entwickelt werden. "Ziel ist es, durch einen ganzheitlichen Überblick zu Leerständen, Immobilienstruktur, angebotenen Gewerbeflächen und möglichen Anbietern ein proaktives Ansiedlungsmanagement auf Basis eines Innenstadtkonzeptes zu schaffen", sagt Dr. Eva Stüber, Mitinitiatorin des Projekts beim IFH Köln. Um das schaffen zu können, hält sie wie auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky "den Dialog zwischen allen Akteurinnen und Akteuren der Innenstadt für essenziell".

Für den Nachvermietungsprozess mit Frühwarnsystem bezogen auf den drohenden Leerstand sollen bis Ende 2022 standardisierte Prozesse, Abläufe und Tools entwickelt werden, die eine reibungslose und den Innenstadtkonzepten entsprechende Strategie ermöglichen. Adressaten der Plattform sind neben den Städten und Kommunen mit ihren Wirtschaftsförderungen vor allem auch die Immobilienbesitzer, Makler und Anbieter von Handel, Gastronomie sowie weiteren zukünftig relevanten Themenfeldern für die Innenstädte. Zum Start des Projekts Anfang Oktober schreibt das Institut für Handelsforschung: "Die Themen multifunktionale Ansiedlung und dialogorientiertes Arbeiten zwischen Kommunen und Immobilienwirtschaft sind zentral für den Erhalt der Attraktivität von Innenstädten. Leerstand zu erfassen und zu managen ist die Pflicht, dabei mit neuen Ansiedlungsstrategien örtliche Vielfalt zu erwirken, die Kür." Oberbürgermeister Claus Kaminsky fügt hinzu: "Wir freuen uns, Teil dieses praxisorientierten Projekts zu sein, um so beizutragen, eine bessere Grundlage für vitales innerstädtisches Leben geben zu können."

Hintergrund: Projekt "Stadtlabore für Deutschland"
Mit der Innenstadt-Entwicklung nach Corona beschäftigen sich derzeit bundesweit Politiker, Experten und betroffene Akteure. Angesichts der Pandemiefolgen, der beschleunigten Digitalisierung und des sich verändernden Konsumverhaltens rechnen Experten in den nächsten drei Jahren mit der Schließung von rund einem Fünftel der stationären Geschäfte. Mit dem Projekt "Stadtlabore für Deutschland" wollen das Bundeswirtschaftsministerium und das beauftragte Institut für Handelsforschung gemeinsam mit 15 Modellstädten eine digitale Plattform für ein vorausschauendes, proaktives Ansiedlungsmanagement schaffen. Neben dem digitalen Tool stehen das Lernen der einzelnen Innenstadtakteurinnen und -Akteure voneinander und das Generieren der richtigen Daten für die Zukunftsplanung im Vordergrund. Insgesamt wird das Projekt mit 11,9 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert. Hanau erhält für seine Teilnahme eine Förderung von 293.654 Euro. Neben der Goldschmiedestadt gehören Bremen, Erfurt, Karlsruhe, Köln, Langenfeld, Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Mönchengladbach, Nürnberg, Rostock, Saarbrücken, Trier und Würzburg zu denen am Modellprojekt beteiligten Kommunen.



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