Hanau-Untersuchungsausschuss plant interne Zusatzsitzung

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Der Hanau-Untersuchungsausschuss (UNA 20/2) des Hessischen Landtages sieht weiteren Beratungsbedarf in der Frage, wie die erste öffentlichen Sitzung am Freitag, 3. Dezember 2021, zu strukturieren ist.

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Deshalb soll es nach den Worten des Ausschussvorsitzenden Marius Weiß (SPD) in Kürze eine nichtöffentliche Zusatzsitzung geben. Das haben die 15 Mitglieder des parlamentarischen Untersuchungsgremiums am Montag in Wiesbaden beschlossen. Ein Termin steht noch nicht fest.

Beantwortet werden soll dann vor allem die Frage, ob für die erste öffentliche Sitzung ausschließlich Angehörige der Hanauer Mordopfer vom 19. Februar 2020 als Zeugen geladen werden sollen. Alternativ könnte zunächst auch ein Sachverständiger befragt werden, etwa ein Fachmann für Einsatztaktik in einer solchen Anschlagslage. Im Anschluss daran kämen dann die ersten Angehörigen zu Wort – ebenfalls noch in der öffentlichen Sitzung am 3. Dezember.

Beantragt hatten den Untersuchungsausschuss die Oppositionsfraktionen von SPD, Freien Demokraten und Linkspartei (20/6079). Die Regierungsfraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen stimmten dem Antrag zu; die AfD votierte dagegen.

Am 19. Februar 2020 hatte der 43 Jahre alte Täter Tobias R. in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Die Opfer heißen Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtovic, Vili Viorel Paun, Fatih Saracoglu, Ferhat Unver und Kaloyan Velkov. Später tötete Tobias R. auch seine Mutter und sich selbst.



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