„Ein bisschen Stress aus dem Familienalltag nehmen“

Hanau

"Die Betreuung meines Wahl-Enkels bringt mir viel Freude" beschreibt Ursula Sönning ein ganz wichtiges Motiv für ihr langjähriges Engagement als "Wahl-Oma".

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Sie hilft, wie rund 20 weitere Seniorinnen und Senioren, jungen Familien in Hanau, indem sie stundenweise die Betreuung für deren Kind übernimmt und damit eine wichtige Zeitbrücke baut. "Manchmal helfen schon zwei Stunden Kinderbetreuung in der Woche, um etwas Stress aus dem Alltag zu nehmen", weiß auch die Hanauer Frauenbeauftragte, Imke Meyer, unter deren Federführung seinerzeit die "Zeitbrücken" konzipiert und umgesetzt wurden. Ziel des 2004 gestarteten Projekts war, jungen Familien zu helfen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Inzwischen hat sich das Angebot etabliert, deshalb sucht das Frauenbüro der Stadt Hanau, das die Nachfrage von Eltern und das Angebot von Ehrenamtlichen koordiniert, kontinuierlich ältere Menschen, die Spaß am Kontakt mit Kindern haben und bereit sind, einige Stunden in der Woche eine junge Familie durch die Betreuung des Kindes zu unterstützen.

Wichtig ist, dass das Projekt Zeitbrücken keine professionelle Betreuung ersetzt, sondern zur Überbrückung von Zeitlücken wie beispielsweise zwischen Kita-Öffnungszeit und Arbeitsende, Zeiten der Rekonvaleszenz und ähnliches dient. Während die Eltern im Organisationsdruck spürbar entlastet werden, bringt das Zusammensein mit Kindern den Ehrenamtlichen Abwechslung und Freude. Gleichzeitig hat das Kind den so wichtigen Kontakt zur älteren Generation, denn Großeltern - ob gewählt oder leibliche - können Kindern aus Zeiten erzählen, die die Eltern selbst nicht erlebt haben.

Wie Imke Meyer erläutert, ist Hanau im Gegensatz zu anderen Städten eine wachsende Stadt. Diese positive Entwicklung stellt aber auch neue Herausforderungen zum Beispiel bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Neubürgerinnen und -bürger. Gerade jungen Eltern, die nach Hanau ziehen und deren Familie manchmal weit entfernt wohnt, fehlt das familiäre und soziale Netz zur Unterstützung bei der Betreuung von Kindern. Dies gilt besonders für Alleinerziehende, die ohne diese Hilfe gelegentlich sogar die Berufstätigkeit aufgeben müssen.

Die Erfahrung seit 2004 zeigt nach den Worten der Frauenbeauftragten, dass Zeitbrücken ein Gewinn für alle darstellen: für die jungen Eltern, die durch diese Unterstützung entspannter oder überhaupt berufstätig sein können, für die Kinder, die dadurch im Alltag Kontakt zur Großelterngeneration haben und für die älteren Menschen, die keine eigenen Enkel am Ort haben und durch das Zusammensein mit Kindern die Welt auch immer wieder aus einer anderen Warte sehen.

Interessierte können sich bei Kathrin Paul-Rader im Frauenbüro der Stadt Hanau melden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: 06181/295621.


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