Hanau: Mann fährt sich auf Schienen fest und wird von Zug überollt

Hanau
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Am Samstagabend kam es zu einem tödlichen Unglück in Hanau in der Nähe des alten Güterbahnhofes (wir berichteten). Ein älterer Mann fuhr gegen 21:15 Uhr aus noch ungeklärten Gründen auf einem Betriebsweg zwischen den Gleisen in Richtung des alten Lokschuppen-Depots. An einer Weiche setzte der Mann dann mit seinem Fahrzeug auf einer Schiene auf und fuhr sich in dessen Folge fest.

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Der nach ersten Vermutungen verwirrte Senior entschied sich dann, vermutlich bedingt durch den Zaun eines Betriebsgeländes, das Gleisbett nicht in Richtung seines Anfahrtsweges zu verlassen, sondern nahm den kürzeren Weg über mehrere Bahngleise auf die andere Seite der Bahnstrecke. Dabei übersah der Senior offensichtlich einen herannahenden Zug und wurde von diesem tödlich erfasst. Ersteintreffende Rettungskräfte konnten nichts mehr für den Mann tun. Nach einer ersten Erkundung durch die Feuerwehr konnte am Fahrzeug zunächst keine Person festgestellt werden.

Erst nach einem Hinweis durch den Lokführer entdeckten die Rettungskräfte den erfassten Mann unter der mit rund 50 Fahrgästen besetzten Regionalbahn. Im Einsatzverlauf wurde der Zug zurück in den Hanauer Hauptbahnhof rangiert und der Leichnam durch die Kriminalpolizei geborgen. Für die Fahrgäste wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Wie der Pressesprecher der Feuerwehr Hanau berichtet, gehen die Kräfte derzeit von einem tragischen Unglück aus. Die Ermittler stehen dennoch vor einem Rätsel. Unklar ist, weshalb der Senior unbemerkt und irrtümlicherweise auf einer Strecke von rund 700 Metern auf dem schmalen Betriebsweg zwischen den Gleisen entlangfuhr. Da die Schranken am Bahnübergang durch betriebstechnische Abläufe verschlossen waren, musste ein Zaun gewaltsam durch die Feuerwehr mittels Motortrennschleifer geöffnet werden. 

Der Lokführer musste durch rettungsdienstliches Personal betreut werden und beendete seinen Dienst noch am Abend. Im Rahmen der Rettungs- und Bergungsarbeiten mussten die Fahrgäste rund zwei Stunden im Zug verbleiben. Im Einsatz waren rund 50 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Kriminalpolizei sowie mehrere Notfallmanager der Deutschen Bahn.

Text und Fotos: 5vision.media


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