Initiative „Dich schickt der Himmel“ ausgezeichnet

Hanau
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Ehrenamtliche Projekte mit Leuchtturm-Charakter: Vor kurzem wurde bereits zum zwölften Mal der „Elisabeth-Preis“ an herausragende Ehrenamtsprojekte vergeben.

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Unter den Preisträgern fand sich dabei auch das ökumenische Bündnis „Dich schickt der Himmel“ aus Hanau, das sich über den zweiten Platz beim großen Sozialpreis der Caritas sehr freut.

Als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie in Deutschland begann, war die Sorge der Menschen groß. Grade ältere Menschen reduzierten ihre Sozialkontakte stark, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. In dieser Situation entstand die Idee für das Bündnis „Dich schickt der Himmel – Seelsorge und Beistand von Mensch zu Mensch“. Die Initiative ging von Gemeinden und Citypastoral aus, der Caritasverband für den Main-Kinzig-Kreis und die Diakonie Hanau schlossen sich an und gemeinsam wurden verschiedene Ideen und Aktionen entwickelt. Den Anfang machte dabei eine breit aufgestellte Nachbarschaftshilfe, bei der zum Beispiel Einkäufe für ältere oder besonders gefährdete Menschen übernommen wurden. „Bei diesem Projekt geht es darum, gemeinsam füreinander da zu sein“, erklärt Iñaki Blanco von der Katholischen City Pastoral. „Wir möchten dabei bewusst an all jene denken, die nur allzu oft vergessen werden.“

Mit einem großen „Wunschbaum“ im Forum Hanau zu Weihnachten sorgte die Initiative dafür, dass Kinder aus benachteiligten Familien sich zum Fest über Geschenke freuen durften. Und mit der „bunten Kinder-Kleidertüte“ ermöglichten es die engagierten Initiatoren gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Unterstützern, dass Familien auch während des Lockdowns weiter mit warmer Kinderkleidung für ihren Nachwuchs versorgt wurden. Egal um welche Aktion es sich dabei im Einzelnen handelte, eins hatten alle gemeinsam: Das unbürokratische Anpacken, um etwas für andere Menschen zu tun. Ein Ansatz, der auch hervorragend zum aktuellen Motto des Caritas-Verbandes passt, wie Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch feststellte: „Diesmal lautet das Motto ‚Das schaffen wir gemeinsam‘“, erklärte er zu Beginn der Preisverleihung, die im Rahmen eines Festgottesdienstes mit Bischof Dr. Michael Gerber am vergangenen Donnerstag im Dom zu Fulda stattfand. Dr. Juch betonte die Bedeutung einer solidarischen Gesellschaft, die alle teilhaben lässt und beispielsweise auch gemeinschaftliche Wege zur Überwindung der Corona-Krise finde.

In seiner Predigt verwies Bischof Gerber auf die Namensgeberin des Preises, die Heilige Elisabeth, die – so der Bischof – inspiriert war, als Christin ungeachtet ihres gesellschaftlichen Status einfachen Menschen in der Not beizustehen. Ähnlich seien auch diejenigen Menschen der heutigen Zeit, welche innovative Hilfsprojekte initiierten, „…gleichermaßen inspirierte Menschen, die anderen zeigen, wo es neue Notlagen gibt, wo wir als Christen und als Kirche tätig werden müssen“. Die Hanauer Initiative „Dich schickt der Himmel“ wurde dabei mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, der mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert ist. Karin Glöckner von der Fachstelle Caritas im Netzwerk nahm den Preis stellvertretend für das gesamte Bündnis und die rund 30 aktiven Ehrenamtlichen aus katholischen sowie evangelischen Pfarrgemeinden entgegen und bedankte sich herzlich. Der evangelische Pfarrer Wolfgang Bromme hob noch einmal die ökumenische Seite dieses Projektes hervor und betonte: „Wir sind glücklich, so engagierte Ehrenamtliche in unseren Gemeinden zu haben. Ihre Mitwirkung hilft in der Not und das gemeinsame Engagement belebt die Ökumnene in unserer Stadt.“

Foto: Im feierlichen Festgottesdienst überreichte Bischof Dr. Michael Gerber den Preis an die Initiatoren der Aktion "Dich schickt der Himmel" aus Hanau.

Quellenhinweis Fotos: A.-K. Jehn/Caritas FD.



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