Kein Wasserstoffzentrum für Hanau: FDP kritisiert Landesregierung

Hanau
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Die Freien Demokraten um Landtagsvizepräsident Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, als Betreuungsabgeordneter für den Main-Kinzig-Kreis zuständig, und der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Prof. Dr. Ralf-Rainer Piesold zeigen sich enttäuscht über die Tatsache, dass Hanau kein Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff wird.

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Wie aus der Antwort auf eine Kleinen Anfrage von FDP-Landtagsfraktionschef René Rock an die schwarz-grüne Landesregierung um Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hervorgeht, hat Schwarz-Grün in Hessen bisher noch keine Wasserstoffstrategie vorgestellt. Lediglich ein Entwurf sei vor wenigen Wochen veröffentlicht worden. Darüber hinaus habe das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur laut Al-Wazir auf Grundlage der Nationalen Wasserstoffstrategie vorgesehen zu prüfen, ob überhaupt ein Technologie- und Innovationszentrum Wasserstofftechnologie in Deutschland gebaut werden sollte. Hierzu sei ein Standortwettbewerb durchgeführt worden. Hessische Wasserstoffstandorte wurden hierbei nicht berücksichtigt. Den Zuschlag erhielten stattdessen Chemnitz (Sachsen), Duisburg (Nordrhein-Westfalen) und Pfeffenhausen (Bayern). Zusätzlich wurde ein norddeutsches Cluster für maritime und Luftfahrtanwendungen aus Bremerhaven, Hamburg und Stade ausgewählt.

„Hanau geht leider wieder einmal leer aus. Die Potenziale des Standortes müssen von der Landesregierung endlich erkannt werden. Der Hanauer Wasserstoffstandort benötigt eine größere Rückendeckung der Landesregierung“, kritisiert der ehemalige Justizminister Hahn Schwarz-Grün.  Wasserstoff sei ein Schlüsselelement der Energie und Verkehrswende und die zusätzliche zentrale Säule für die Energieversorgung der Zukunft. Der Einsatz sei zwingend nötig, um schnell sowie technologie- und sektorenübergreifend Klima- und Energieziele erreichen zu können.

„Hier in Hanau wird bereits umfassend im Wasserstoffsektor geforscht, so beispielsweise am Fraunhofer IWKS. Umso bedauerlicher ist es, dass Hanau wieder einmal nicht berücksichtigt wurde“, macht der FDP-Politiker Piesold deutlich, der in seiner Zeit als Stadtrat an der Ansiedlung des IWKS maßgeblich beteiligt war. Die Hanauer Wasserstoff-Initiative habe zudem schon vor vielen Jahren einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, der auch von den Liberalen unterstützt worden sei. „Im Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung im Bund spielen glücklicherweise Erzeugung, Transport, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff eine große Rolle. Die Landesregierung muss ihre Lethargie ablegen und die Chancen, die Wasserstoff bietet, vollumfänglich nutzen. Hanau wartet darauf“, fordert Hahn. Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag habe mit einem Gesetzesentwurf die Grundlage für einen wirksamen Einstieg in eine moderne Energie- und Klimapolitik in Hessen bereits geliefert. „Es ist einfach unfassbar, dass Schwarz-Grün in Hessen bisher nur den Entwurf eine Wasserstoff-Strategie vorgelegt hat und bei der Beantragung von Fördermitteln im Bund für Wasserstoffprojekte sich mehr als zurückhält“, so der erfahrene Parlamentarier. „Oder spielt bei den Grünen eine irrationale Ideologie gegen Wasserstoff eine Rolle?“, spekuliert der FDP-Politiker.

„Der vorhandene Forschungsschub in Hanau sollte endlich genutzt werden, die Wasserstoff-Industrie muss auch auf Landesebene als Teil der Lösung unserer Zukunft gesehen werden“, erklärt Piesold abschließend.



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