Das Thema Demenz ist allgegenwärtig und beschäftigt eine Vielzahl von Menschen.
Das Thema Demenz ist allgegenwärtig und beschäftigt eine Vielzahl von Menschen.
Wie kann ein Zuhause gestaltet werden, wenn eine Demenzerkrankung eintritt? Unter welchen Umständen ist es möglich, in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben? Gibt es eine medikamentöse Behandlung bei Demenz? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten die Zuhörer im Wohnstift Hanau bei einem Vortrag unter dem Titel „Was macht die Brille im Kühlschrank“ von Lothar Hain, Stabsstelle für Demografie der Stadt Hanau. In seinen Ausführungen ging er auf die Arten demenzieller Erkrankungen und ihre Verläufe, Hilfsangebote, das Wohnen mit Demenz bis hin zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag ein.
Gaby Frohnapfel, Leiterin des Wohnstifts Hanau, bedankte sich für den Vortrag bei Lothar Hain. „Trotz der starken Präsenz dieses Themas in der Öffentlichkeit kommen gerade bei betroffenen Angehörigen immer wieder Fragen auf. Vor allem für die nächsten Verwandten stellt die Erkrankung oft eine große Herausforderung dar, sowohl in der täglichen Versorgung, als auch, und dies ist oft die viel belastendere Herausforderung, auf emotionaler Ebene“, weiß Frohnapfel aus Erfahrung zu berichten. Im Wohnstift Hanau werden Menschen mit demenziellen Erkrankungen auf zwei konzeptionell darauf ausgerichteten Wohnbereichen versorgt, von denen einer beschützend ist. Die Wohnbereiche sind in ihrer Architektur an die Bedürfnisse dementiell erkrankter Menschen angepasst und bieten reichlich Freiraum für Bewegung. Der beschützende Wohnbereich verfügt über eine großzügige, frei zugängliche Dachterrasse, das Verlassen des Wohnbereiches ist nur unter Begleitung möglich. Gemeinsam mit ihrem Team steht Gaby Frohnapfel den betroffenen Menschen als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Bereits jetzt lädt das Wohnstift Hanau zum nächsten öffentlichen Vortrag ein. Am 15. Oktober wird Hannelore Merlau vom Betreuungsverein Main-Kinzig e.V. über Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung informieren und für eine rechtzeitige Vorsorge sensibilisieren.
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