Vom Land: 420.000 Euro für Jugendarbeit in Hanau

Hanau
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Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), hat am Donnerstag einen Förderbescheid über circa 420.000 Euro für drei Jahre an den Bürgermeister der Stadt Hanau, Axel Weiss-Thiel (SPD), überreicht.

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Die Förderung dient der Intensivierung der Jugendarbeit in den Hanauer Jugendhäusern Weststadtbüro und k-town. „Die besondere Förderung der Jugendarbeit in Hanau wurde durch den Landtag mit breiter Mehrheit beschlossen“, sagte der Minister.

Mit den Fördermitteln können zwei zusätzliche Sozialarbeiterinnen- und Sozialarbeiterstellen in den Jugendhäusern besetzt werden und auf diese Weise die Angebote der Jugendarbeit gestärkt werden. „Die Beschäftigten in den beiden Jugendhäusern haben schon bisher viel getan, um jungen Menschen in diesen besonders betroffenen Stadtteilen bei der Bewältigung des Anschlagsfolgen zu unterstützen“, hob der Minister hervor: „Im Förderantrag haben Sie beschrieben, wie es nun weitergehen soll: mit dem Ausbau des Streetwork-Angebots, der Jugendberufshilfe, der Sozialberatung, der Gewaltprävention oder auch der traumasensiblen Arbeit mit Jugendlichen. Mein Wunsch ist, dass diese Förderung die Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und deren Familien zusätzlich unterstützt und stärkt“, so der Minister.

Die Förderung der Jugendhäuser ist nämlich Teil eines ganzen Bündels von Maßnahmen, mit denen die Stadt Hanau und das Land in enger Kooperation auf den rechtsextremistischen Anschlag vom 19. Februar 2020 reagiert haben, um den Angehörigen der Opfer zur Seite zu stehen, aber auch darüber hinaus Opfer von Gewalttaten in Hessen künftig noch besser zu unterstützen. Hier sind beispielsweise die Beratung durch den Opferbeauftragten des Landes, die Angebote des maßgeblich vom Land getragenen Opferhilfevereins Hanau wie auch das mit gemeinsam mit der Stadt aufgelegte Sonderförderprogramm für Vereine oder andere Institutionen, die sich für die Bedarfe in der Opferbetreuung und in der Etablierung eines angemessenen Gedenkens engagieren, zu nennen. Auch die in Vorbereitung befindliche Einrichtung eines weiteren Hauses des Jugendrechts ist ein wichtiger Schritt. Auch mit dem Fonds für Opfer von Straftaten wird die Opferunterstützung in Hessen insgesamt erweitert und gestärkt.

„Der rechtsterroristische Anschlag hat uns alle tief getroffen. Er hat aber auch dazu geführt, dass wir als Gesellschaft intensiver darüber gesprochen haben, wie tief Rassismus, Hass und Hetze unser Zusammenleben bestimmen und dass wir auf allen Ebenen entschieden widersprechen und Gesicht zeigen müssen. Wir haben uns nicht spalten lassen. Stattdessen haben wir uns untergehakt und gedenken mit unserem Engagement der Opfer, die vor fast zwei Jahren ihres Lebens beraubt wurden. Ich danke der Stadt Hanau – stellvertretend auch für viele weitere Akteure vor Ort wie beispielsweise der Evangelischen Kirche – für ihren Einsatz und die enge Kooperation mit dem Land“, sagte Minister Klose abschließend.

„Mit zwei zusätzlichen Sozialarbeiter*innen-Stellen in den Hanauer Jugendhäusern Weststadtbüro und k-town wird die Jugendarbeit in Hanau deutlich gestärkt. Dies ist im Nachgang des Anschlages besonders wichtig, da Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung eines solchen Ereignisses gezielte Unterstützung brauchen. Im Förderantrag sind der Ausbau des Streetwork-Angebots, der Jugendberufshilfe, der Sozialberatung, der Gewaltprävention und der traumasensiblen Arbeit festgelegt worden. Ich hoffe, dass diese Angebote in den nächsten Jahren den jungen Menschen dabei helfen, das Erlebte während und nach dem Anschlag zu verarbeiten,“ so Markus Hofmann, Landtagsabgeordneter für den Main-Kinzig-Kreis von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Hofmanns Fraktionskolleg*innen, Eva Goldbach und Marcus Bocklet, haben sich intensiv für die Ausgestaltung der Personalstellen eingesetzt.

Zur Förderung der Jugendarbeit in Hanau sagte der jugendpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Max Schad: „Die Landesregierung zeigt Engagement, um die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags in Hanau am 19.2.2020 zu würdigen, ihren Angehörigen zu helfen und die Folgen der Tat auch im Umfeld abzumildern. Neben dem bereits 2021 von den vier demokratischen Fraktionen aufgelegten Opferfonds stellt das Land 420.000 Euro nun für die Jugendarbeit in Hanau zur Verfügung. Dies geht konkret an die Jugendeinrichtungen in Kesselstadt, dem „Weststadtbüro“ und „k-town“, um zwei Stellen in der Kinder- und Jugendhilfe zu schaffen. Das soll den Kindern und Jugendlichen dabei helfen, die Folgen der rassistischen Tat in ihrer Nachbarschaft besser bewältigen zu können.“



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