"Kooperationspartner im Netzwerk unter anderem von Goethe-Universität und Senckenberg zu sein, das ist eine Auszeichnung erster Güte für unser Umweltzentrum", freut sich Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold. "Damit würdigt das Netzwerk BioFrankfurt unsere Bemühungen um Biodiversität in der Umweltpädagogik und im praktischen Handeln", findet Hanaus Umweltdezernent weiter und schreibt das insbesondere Gabriele Schaar-von Römer von der Stabsstelle Umwelt/Agenda 21 zu.
So hat sich Hanau 2011 am Wettbewerb zur "Bundeshauptstadt der Biodiversität" der Deutschen Umwelthilfe beteiligt, an dem 124 Kommunen teilnahmen. Dabei ging es um konkrete Schritte, um Natur und Artenvielfalt zu schützen. Das Ergebnis damals, so Schaar-von Römer, habe gezeigt, dass "Hanau besser ist als sein Ruf". Sie hatte bei allen zuständigen Ämtern, Fachbereichen und Eigenbetrieben der Stadtverwaltung recherchiert und so einen Katalog an bereits erfolgten Schritten zur Biodiversität zusammengetragen. Bewertet wurden die Bereiche Natur in der Stadt, Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit, Arten- und Biotopschutz,, Nachhaltige Nutzung, Konzeption, Kommunikation und Kooperation sowie Monitoring, also die Kartierung der Artenvielfalt.
Solches Bemühen fruchtete nun, denn die 27 Mitglieder aus 17 Institutionen im Netzwerk BioFrankfurt stimmten einheilig dafür das Umweltzentrum Hanau als Kooperationspartner aufzunehmen. Professor Bruno Streit, Sprecher von BioFrankfurt, ist in Hanau auch bekannt als Experte, der 2008 anlässlich der Ankunft der Przewalski-Pferde einen Vortrag über Biodiversität hielt. Er hieß das Umweltzentrum Hanau nun in einem Schreiben offiziell als Mitglied willkommen.
BioFrankfurt sieht in gemeinsamen Lösungen zum Erhalt des natürlichen Reichtums der Erde sein Ziel. Die Zukunftsfähigkeit hänge nicht allein von einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ab, sondern auch von der Möglichkeit, weiter auf den Reichtum der biologischen Vielfalt zurückgreifen und von ihr lernen zu können, meint das Netzwerk weiter. Es will "die herausragende Bedeutung der Biodiversität und ihrer Erhaltung stärker in das Bewusstsein von Medien und Öffentlichkeit rücken". Weitere Informationen unter www.biofrankfurt.de
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